Politik

RTL/ntv-Trendbarometer SPD erreicht nach Monaten wieder 20 Prozent

Das Machtwort des Kanzlers spielt in dieser Umfrage noch keine Rolle - aber die SPD gewinnt im Trendbarometer von RTL und ntv zwei Prozentpunkte hinzu und macht damit den größten Sprung seit Langem.

Das neue Trendbarometer von RTL und ntv dürfte bei manchen SPDlern die Mundwinkel nach oben zucken lassen - mehr aber auch nicht. Die Kanzlerpartei macht in der Woche nach dem Wahlsieg in Niedersachsen den größten Sprung seit Monaten und legt in der Wählergunst um zwei Prozentpunkte zu. 20 Prozent würden die SPD wählen, wenn jetzt Bundestagswahl wäre - so hoch stand die Partei in der Forsa-Umfrage zuletzt im Juli. Bei der Bundestagswahl im vergangenen September kam sie noch auf 25,7 Prozent.

Damit liegen die Sozialdemokraten gleichauf mit den Grünen, die seit vier Wochen bei 20 Prozent verharren. Stärkste Kraft bleiben CDU und CSU, die nun auf 27 Prozent (minus 1) kommen, die FDP bleibt gleich bei 6 Prozent. Die AfD richtet sich bei starken 14 Prozent ein, dem besten Wert in diesem Jahr. Die Linke fällt dagegen wieder unter die 5-Prozent-Hürde auf 4 Prozent. Für sonstige Parteien würden sich wie in den vergangenen Wochen 9 Prozent der Befragten entscheiden.

Könnte man den Bundeskanzler direkt wählen, bekäme der Amtsinhaber die meisten Stimmen. 23 Prozent würden sich für Olaf Scholz entscheiden. Das ist zwar ein Punkt weniger als in der Vorwoche, aber immer noch deutlich mehr Unterstützung, als CDU-Chef Friedrich Merz und Robert Habeck von den Grünen bekommen würden. Die beiden kämen auf je 19 Prozent. Habeck steht damit um zwei Punkte besser da als vor einer Woche, allerdings deutlich schlechter als im Sommer. Im Juli wünschten sich den Wirtschaftsminister noch 31 Prozent als Regierungschef. Merz überzeugt gerade mal 52 Prozent der CDU-Anhänger. Scholz und Habeck bauen auf je rund zwei Drittel Zustimmung in den eigenen Reihen.

Für eine Bundeskanzlerin Annalena Baerbock würden sich dagegen 21 Prozent entscheiden. Damit gewinnt die Außenministerin einen Punkt im Vergleich zur Vorwoche hinzu. Bei einer erneuten Kandidatur der Grünen-Politikerin würden sich 21 Prozent für Merz und 24 Prozent für Scholz entscheiden.

Düster sehen weiterhin die Wirtschaftserwartungen der Befragten aus, wenn sich die Sicht auch leicht aufhellt. So gehen immer noch 73 Prozent davon aus, dass sich die wirtschaftliche Situation Deutschlands in den kommenden Jahren verschlechtern wird. Doch Ende September waren es noch 78 Prozent. Entsprechend glauben nun 12 Prozent, dass sich die Lage bessern wird. Das ist nur ein Punkt mehr als in der Vorwoche, aber immerhin sechs mehr als Anfang August. Im Januar, also vor dem Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine, waren es noch 23 Prozent gewesen. Damals glaubten erst 53 Prozent, dass sich die Lage verschlechtern würde.

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 11. bis 17. Oktober 2022 erhoben. Datenbasis: 2505 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.

Weitere Informationen zu Forsa hier.
Forsa-Umfragen im Auftrag von RTL Deutschland.

Quelle: ntv.de, vpe

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