Politik

Untreue-Verdacht gegen Kassenchef Razzia in sieben Bundesländern

Die Kieler Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Untreue in einem besonders schweren Fall sowie weiterer Straftaten gegen den Vorsitzenden einer schleswig-holsteinischen Krankenkasse.

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Polizeibeamte eines Sondereinsatzkommandos in Kiel vor dem Amtsgericht (Archivaufnahme 2008).

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Bei einer Razzia durchsuchten Polizisten, Zöllner und Mitarbeiter der Anklagebehörde bundesweit 27 Geschäftsräume und Wohnobjekte, wie Staatsanwaltschaft, Landeskriminalamt und Zoll in Kiel mitteilten.

Bei dem Beschuldigten handele es sich um den amtierenden Chef einer norddeutschen Krankenkasse, der zuvor eine andere Kasse geleitet habe. Weitere Einzelheiten nannten die Ermittler zunächst nicht.

Den Angaben zufolge nahmen an der Durchsuchungsaktion in Schleswig-Holstein, Bayern, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Baden-Württemberg mehr als 260 Beamte teil. Bei den Ermittlungen, die sich auch gegen mehrere mutmaßliche Helfer des Hauptbeschuldigten richten, geht es laut Staatsanwaltschaft außer dem Verdacht der Untreue auch noch um Vorteilsnahme, Steuerhinterziehung und das Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen.

Zu Details des Falls wollte sich ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Kiel unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht äußern. Es gehe aber sicherlich "nicht um zweistellige Summen", sagte er. "Es ist ein ganz erheblicher Vorwurf." Dies zeige schon das Ausmaß der gesamten Aktion.

Quelle: ntv.de, AFP

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