Politik

CDU stürzt in Hamburg ab Rot-Grün bei über 60 Prozent

Die vorgezogenen Neuwahlen im Hamburg könnten die CDU teuer zu stehen kommen. Nur noch 22 Prozent bekommt die Partei in Umfragen. Die SPD ist der Gewinner des schwarz-grünen Scheiterns. Die Partei wie auch ihr Spitzenkandidat Scholz genießen Umfragewerte von mehr als 40 Prozent.

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Gute Aussichten? Olaf Scholz darf sich berechtigte Hoffnungen auf einen Wahlsieg machen.

(Foto: dapd)

Nachdem die schwarz-grüne Koalition in Hamburg geplatzt ist, darf sich die SPD Hoffnungen machen, die Macht in der Hansestadt zu erobern. Zusammen mit den Grünen würden die Sozialdemokraten derzeit über eine satte Mehrheit in der Hamburger Bürgerschaft verfügen, wie eine Umfrage des NDR ergibt. Demnach würde die SPD in Hamburg derzeit 43 Prozent erhalten, 9 Prozentpunkte mehr als bei der Landtagswahl 2008. Die Grünen kämen auf 19 Prozent, das wären fast 10 Prozentpunkte mehr als noch vor zwei Jahren.

Die CDU muss dagegen mit einem deutlichen Absturz rechnen. In der Umfrage erreicht die Partei von Bürgermeister Christoph Ahlhaus nur noch 22 Prozent. Das sind fast 20 Prozentpunkte weniger als bei der Wahl 2008. Die Linkspartei würde mit 7 Prozent den Sprung in die Bürgerschaft schaffen. Die FDP droht erneut an der 5-Prozent-Hürde zu scheitern – sie käme auf nur etwa 4 Prozent.

Ahlhaus abgeschlagen

Die guten Umfragewerte für die SPD spiegeln sich auch in der Zustimmung für ihren Spitzenkandidaten wieder. 66 Prozent der Befragten wollen Landeschef Olaf Scholz als neuen Bürgermeister, Amtsinhaber Ahlhaus kommt auf nur 19 Prozent Zustimmung.

Der Umfrage zufolge wünscht sich eine deutliche Mehrheit von 41 Prozent eine rot-grüne Koalition für die Hansestadt. 15 Prozent sprachen sich für eine Große Koalition aus, Schwarz-Grün wünschen sich nur noch 5 Prozent der Befragten.

Nach dem Austritt der Grünen aus Deutschlands erster schwarz-grüner Koalition auf Landesebene Ende November entscheidet die Bürgerschaft an diesem Mittwoch über ein vorzeitiges Ende der Legislaturperiode. Es wird mit einem einstimmigen Beschluss gerechnet. Den Wahltermin legt dann der Senat voraussichtlich auf den 20. Februar fest.

Quelle: n-tv.de, tis/dpa

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