Politik

Nächste miese Umfrage SPD fällt auf unter 20 Prozent

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Martin Schulz, das personifizierte Umfragetief der SPD.

(Foto: REUTERS)

Im RTL/n-tv Trendbarometer fällt die SPD im Januar zwischenzeitlich auf 17 Prozent. Auch im Deutschlandtrend strafen die Menschen die Sozialdemokraten für ihr Groko-Hickhack mit miesen Werten ab. Genauso landet Parteichef Schulz auf einem Tiefstwert.

Kurz vor Ende der Verhandlungen über eine große Koalition ist die SPD im neuen ARD-Deutschlandtrend um 3 Punkte auf 18 Prozent gefallen. Das ist der schlechteste Wert, der für die Sozialdemokraten je in dieser Umfrage gemessenen wurde. Die Union würde wie Anfang Januar 33 Prozent erreichen. Die AfD käme auf 14 Prozent (plus 1), die FDP auf 10 Prozent (plus 1), die Linke auf 11 Prozent (plus 2) und die Grünen auf 11 Prozent (unverändert).

Im RTL/n-tv Trendbarometer war die SPD Mitte Januar sogar nur auf 17 Prozent gekommen. In Baden-Württemberg stürzte die SPD jüngst in einer Umfrage auf 12 Prozent ab. Sie liegt damit im Südwesten gleichauf mit der AfD. In der Partei fürchten gerade die Jusos einen anhaltenden Absturz, sollte die SPD erneut eine große Koalition mit der Union eingehen und Angela Merkel zum dritten Mal seit 2005 zur Kanzlerin wählen.

SPD-Chef Martin Schulz rutscht im neuen Deutschlandtrend nach seinem Schlingerkurs der vergangenen Wochen auf seinen schlechtesten Wert in dieser Umfrage - er verliert fünf Punkte und landet nur noch bei 25 Prozent Zustimmung. SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles kann dagegen nach ihrer kämpferischen Rede beim SPD-Sonderparteitag, der am Ende knapp Koalitionsverhandlungen mit CDU/CSU zustimmte, deutlich zulegen. Sie gewinnt fünf Punkte dazu und erreicht 38 Prozent. Der bundesweit beliebteste Politiker ist weiter der geschäftsführende Außenminister und Schulz' Vorgänger als SPD-Chef, Sigmar Gabriel, mit 57 Prozent Zustimmung (minus 5 Punkte). Nach Reibereien zwischen ihm und Schulz könnte Gabriel nicht mehr dem nächsten Bundeskabinett angehören.

Mehrheit stützt Familiennachzugs-Kompromiss

Die Neuregelung des Familiennachzugs für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus trifft im Deutschlandtrend auf Zustimmung. 54 Prozent der Befragten finden, dass die Einigung von Union und SPD in den Koalitionsverhandlungen in die richtige Richtung geht. 38 Prozent sind vom Gegenteil überzeugt.

Der Bundestag hatte am Donnerstag einen Gesetzentwurf beschlossen, auf sich Union und SPD verständigt hatten. Demnach bleibt der Familiennachzug für Flüchtlinge mit subsidiärem Schutz bis Ende Juli ausgesetzt. Im Anschluss soll der Nachzug auf 1000 Menschen pro Monat begrenzt werden. Zusätzlich sollen Härtefälle berücksichtigt werden.

Quelle: n-tv.de, chr/dpa

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