Politik

Forsa: Jeder dritte Wähler noch unentschlossen SPD verspürt Mini-Aufwind

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Wird's noch was mit der Kanzlerschaft? Peer Steinbrück und die SPD stecken seit Monaten in einem Umfrage-Tief.

(Foto: picture alliance / dpa)

Noch neun Wochen: So viel Zeit bleibt SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück bis zur Bundestagswahl, um die Stimmung zu drehen. Die Chancen der Genossen sind bescheiden, doch der neue "Stern-RTL-Wahltrend" macht ihnen zumindest ein bisschen Hoffnung.

Kann sich die SPD aus ihrer Dauerkrise befreien? Der jüngste "Stern-RTL-Wahltrend" bescheinigt zumindest einen leichten Aufwärtstrend. 11 Prozent der Wähler trauen der Partei zu, die Probleme in Deutschland am besten lösen zu können. Damit verbessern sich die Genossen im Vergleich zur Vorwoche um 3 Prozentpunkte. Auch in der Wählergunst klettert die SPD erstmals seit Anfang Juni wieder leicht von 22 auf 23 Prozent.

Ist das der Beginn der großen Aufholjagd, die SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück zuletzt angekündigt hat? Tatsächlich ist die Lage der SPD trotz des Mini-Aufschwungs neun Wochen vor der Bundestagswahl verheerend. Denn Rot-Grün liegt in der Wählergunst noch immer deutlich zurück. Während die Genossen leicht gewinnen, verlieren die Grünen zur Vorwoche 1 Prozentpunkt und rutschen leicht ab auf 14 Prozent. Damit kommen beide Parteien gemeinsam zurzeit nur auf 37 Prozent - viel zu wenig, um Kanzlerin Angela Merkel im Herbst abzulösen.

Während Rot-Grün nicht in Tritt kommt, steht Schwarz-Gelb nämlich weiterhin prächtig da. Die Union liegt seit Wochen konstant bei starken 41 Prozent. Zusammen mit der FDP, der laut Forsa mit 5 Prozent der Wiedereinzug in den Bundestag gelingen würde, käme Merkel damit auf 46 Prozent. Die schwarz-gelbe Bundesregierung liegt damit 9 Prozentpunkte vor Rot-Grün und könnte ihre Arbeit demnach nach der Wahl fortsetzen.

Auch bei den übrigen Parteien gibt es wenig Veränderung: Die Linke verliert 1 Prozentpunkt und liegt bei 8 Prozent. Piraten und AfD verharren mit jeweils knapp 2 Prozent weit unter der Fünf-Prozent-Hürde.

Doch entschieden ist die Bundestagswahl im Herbst noch längst nicht. Der "Stern-RTL-Wahltrend" beziffert den Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen auf immerhin 30 Prozent. Besonders groß sind offenbar die Wählerreserven der SPD. So ist immerhin jeder Sechste, der 2009 die Genossen wählte, derzeit noch unentschlossen. Ob das am Kandidaten liegt? Im Direktduell mit der Kanzlerin tut sich Steinbrück jedenfalls noch immer schwer. 57 Prozent, und damit 1 Prozentpunkt mehr als zuletzt, würden bei einer Direktwahl Merkel wählen, nur 20 Prozent ihren Herausforderer.

Quelle: ntv.de, cro