Politik

Koks-Gerüchte Schill unter Druck

Im Vorfeld des Parteitags in Halle sieht sich der Hamburger Innensenator Roland Schill mit Vorwürfen konfrontiert, er stehe der Kokain-Szene nahe. Der Verfassungsrichter und ehemalige Hamburger Justizsenator Wolfgang Hoffmann-Riem forderte Schill in einem offenen Brief im Hamburger Abendblatt auf, die Vorwürfe zu entkräften. Das gelte um so mehr, als der Innensenator den Kampf gegen illegale Drogen zu einem wichtigen politischen Ziel erklärt habe.

Schill wies die Anschuldigungen zurück. Notfalls werde er auch eine Haarprobe abgeben, sagte er dem Hamburger Abendblatt. "Wenn es konkrete Anschuldigungen gegen mich gibt, dann werde ich auch eine Haarprobe machen lassen. Aber solche Anschuldigungen gibt es derzeit nicht." Über den offenen Brief von Hoffman-Riem zeigte sich Schill empört: Dieser trete den Grundsatz der Unschuldsvermutung mit Füßen.

Die seit langem kursierenden Gerüchte, Schill stehe der Kokain-Szene nahe, hatte der GAL-Bürgerschaftsabgeornete Manfred Mahr vergangene Woche thematisiert. Der Senator habe Mitte Januar eine Party im Sylter Promi-Lokal "Sansibar" besucht, wo "nicht nur Champagner, sondern auch noch Koks die Partydroge" gewesen sein sollen. Schill schloss juristische Schritte gegen Mahr nicht aus.

An diesem Wochenende gründet die Partei Rechtsstaatliche Offensive in Sachsen-Anhalt den ersten Landesverband außerhalb Hamburgs. Nach jüngsten Umfragen läge sie bei den Landtagswahlen am 21. April allerdings nur bei zwei Prozent.

Quelle: ntv.de

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