Politik

Stern-RTL-Wahltrend Schwarz-Gelb bleibt Option im Bund

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Er übt schon einmal die Merkel-Raute: Lindner beim politischen Aschermittwoch.

(Foto: picture alliance / Tobias Hase/d)

Die FDP hält ihre guten Umfrageergebnisse und kann im neuesten Trend zur Bundestagswahl punkten. Eine Koalition mit der Union ist vorstellbar. Für die SPD sieht es schlecht aus.

CDU/CSU und FDP könnten derzeit eine Regierungskoalition bilden. Das zeigt der Stern-RTL-Wahltrend zur Bundestagswahl. Zwar rutscht die Union einen Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche ab und liegt nun bei 38 Prozent. Die FDP käme aber auf 9 Prozent, wenn am kommenden Sonntag gewählt werden würde.

Schlecht sieht es für die SPD aus. Sie kann zwar ihr Vorergebnis von 25 Prozent halten, liegt damit jedoch weit hinter den Spitzenwerten von 31 Prozent im Februar und März. Gemeinsam mit Linken und Grünen wäre eine Regierungsbildung den Umfragewerten zufolge nicht möglich. Die Linken liegen derzeit bei 8 Prozent, die Grünen bei 7 Prozent. Auch für diese beiden Parteien sah es zu Jahresbeginn wesentlich besser aus.

Zugelegt haben in dieser Woche nur die sonstigen Parteien. Sie erreichen erneut ihren Spitzenwert von 6 Prozent. Die AfD stagniert hingegen seit vier Wochen bei 7 Prozent. Zum Vergleich: Die Rechtspopulisten lagen zu Jahresbeginn noch bei 12 Prozent.

Merkel liegt weiter vorn

In der Frage der Kanzlerpräferenz gewinnen die Spitzenkandidaten der Regierungsparteien, Angela Merkel und Martin Schulz, je einen Prozentpunkt hinzu. 52 Prozent der Befragten würden sich der Befragung zufolge die CDU-Chefin an der Spitze der Bundesrepublik wünschen, 23 Prozent stimmen für den SPD-Vorsitzenden.

Dennoch scheint die SPD mit der Nominierung von Schulz zum Kanzlerkandidaten die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Wäre Bundesaußenminister Sigmar Gabriel noch Spitzenkandidat, würden laut Umfrage nur 19 Prozent der Wahlberechtigten für den Sozialdemokraten votieren, während Merkel 58 Prozent der Stimmen für sich gewinnen könnte. Das mangelnde Vertrauen in Gabriel zeigt sich auch in der eigenen Partei. Nicht einmal die Hälfte der SPD-Anhänger (46 Prozent) würde sich im Duell mit Merkel für Gabriel als Kanzler entscheiden.

Quelle: ntv.de, lsc