Politik

Moskau lehnt Masseneinbürgerung ab Serben werden keine Russen

Durch die Erlangung der russischen Staatsbürgerschaft wollen sich Zehntausende Serben im Kosovo unter den Schutz Moskaus stellen. Doch der Plan schlägt fehl. Russland verweist auf die fehlende gesetzliche Grundlage des Vorhabens. Auch Belgrad hatte den Plan bereits zurückgewiesen.

Ein 21.000 wollen russischen Pass von mehr als 50.000 Mitgliedern der serbischen Minderheit im Kosovo auf russische Pässe hat nach Angaben aus Moskau keine Chance. Das russische Gesetz lasse das Gesuch nicht zu, sagte Außenministeriumssprecher Alexander Lukaschewitsch nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau.

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Putin hilf: Kosovo-Serbische Demonstranten halten in der geteilten Stadt Mitrovica ein Porträt den russischen Premiers hoch.

(Foto: REUTERS)

Serbien hatte das Vorhaben bereits als "unpatriotisch" zurückgewiesen. Moskau ist traditionell ein enger Verbündeter Belgrads.

Kremlchef Dmitri Medwedew habe die Behörde aber beauftragt, den Kosovo-Serben "andere Formen der Unterstützung" zu gewähren, sagte Lukaschewitsch. Dabei gehe es zum Beispiel um humanitäre Hilfe. Zugleich forderte das Außenministerium die NATO-geführte Schutztruppe KFOR im Kosovo zur Neutralität auf.

In den vergangenen Tagen war es wiederholt zu Zusammenstößen zwischen serbischen Demonstranten und der KFOR an serbischen Barrikaden im Nordkosovo gekommen.

Quelle: n-tv.de, dpa

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