Politik

Lichterkette gegen Rechts Tausende protestieren in Wien gegen FPÖ

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FPÖ-Chef Strache: als Jugendlicher in der Neonazi-Szene unterwegs.

(Foto: picture alliance / Roland Schlag)

ÖVP und FPÖ wollen in Österreich koalieren. Das kommt nicht bei allen Bürgern gut an, denn FPÖ-Chef Strache hat eine Vergangenheit in der Neonazi-Szene. In Wien bildeten Menschen deshalb eine Lichterkette um das Regierungsviertel.

Tausende Menschen haben in Wien mit einer Lichterkette gegen eine mögliche Regierungsbeteiligung der rechtspopulistischen FPÖ protestiert. Die Menschen trugen Kerzen und bildeten eine Kette rund um das Regierungsviertel in der österreichischen Hauptstadt. Die Ministerien müssten Menschen vorbehalten sein, die keinerlei Verbindungen zur extremen Rechten und Neonazis hätten, unterstrichen die Organisatoren - ein Bündnis katholischer und jüdischer Gruppen.

In Österreich hatten vor einem Monat Parlamentswahlen stattgefunden. Der Wahlsieger, der voraussichtliche Regierungschef Sebastian Kurz von der konservativen ÖVP, lud die FPÖ zu Koalitionsgesprächen ein. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, mutmaßlich künftiger Vizekanzler, bewegte sich als junger Mann in der Neonazi-Szene, tut dies aber als Jugendsünde ab.

Bis Weihnachten sollen die Koalitionsverhandlungen in Wien abgeschlossen sein. Präsident Alexander Van der Bellen behält sich vor, sein Veto gegen bestimmte Nominierungen einzulegen.

Quelle: n-tv.de, bad/AFP

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