Politik

Festnahmen in Florida Terrordrohung Scherz?

Nach der Terrorwarnung in Florida hat sich der Verdacht gegen drei Medizenstudenten nicht erhärtet. Aus Ermittlerkreisen verlautete, dass sich die Verdächtigten offenbar einen Scherz erlaubten und ihre Tischnachbarin im Restaurant mit Gesprächen über den 11. September erschrecken wollten. Dies berichtet n-tv-Partnersender CNN.

Ein offizielles Ermittlungsergebnis liegt jedoch noch nicht vor. Auch ein 20 Kilometer langer Autobahnabschnitt im Süden Floridas bleibt vorerst gesperrt.

Wie der n-tv Partnersender CNN berichtete, hatte eine Besucherin in einer Raststätte aus einem Gespräch von mehrerer offensichtlich aus dem Nahen Osten stammender Männer herausgehört, dass am 13. September ein Anschlag in Miami geplant sei.

Nach Angaben der Frau, sagten die Männer: "Wenn sie am 11. 9. getrauert haben, dann werden sie am 13. 9. wieder trauern." Zugleich erklärte einer der Männer, dass sie fünf Stunden Verspätung hätten. Einer habe geantwortet, es bleibe nicht genügend Zeit, "es runterzubringen". Nach ihrer Festnahme wurden die drei Verdächtigen von der Polizei verhört.

Kein Sprengstoff entdeckt

Die Polizei sperrte die wichtige Ost-West-Verbindungsstraße I 75 und stoppte zwei Wagen. Nach ersten Berichten schlugen Sprengstoffhunde bei der Durchsuchung beider Autos an. Spezialisten sprengten eine aus dem Auto geholte Tasche mit einer Wasserkanone. Der Inhalt erwies sich als medizinisches Equipment. Bei den drei Männern soll es sich um Medizinstundenten handeln. Sie hätten keine Verbindungen zu Terroristen, verlautete aus Ermittlerkreisen. Die Männer stammten aus Jordanien, Iran und Pakistan und hielten sich legal in den USA auf; zwei von ihnen hätten die amerikanische Staatsbürgerschaft.

Bush verlängert Alarmzustand um ein Jahr

US-Präsident George W. Bush verlängerte unterdessen den nach den Terroranschlägen vom 11. September verhängten Alarmzustand in den Vereinigten Staaten um ein weiteres Jahr. Die Maßnahme gebe den Ministern für Verteidigung und Verkehr erhöhte Vollmachten im Umgang mit der Terrorismusgefahr, teilte der Sprecher des Weißen Hauses, Ari Fleischer mit. Dies betreffe insbesondere die Ermächtigung, Reservisten von Armee und Küstenwache einzuberufen.

Quelle: ntv.de

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