Politik

Ukraine wählt am 25. Mai Timoschenko will Präsidentin werden

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Nach Umfrage liegt Timoschenko derzeit abgeschlagen auf Platz zwei.

(Foto: dpa)

Die ukrainische Ex-Regierungschefin Timoschenko will bei der Präsidentenwahl am 25. Mai antreten. In Umfragen liegt die umstrittene Politikerin gleichauf mit Ex-Boxweltmeister Klitschko auf Rang zwei, aber abgeschlagen hinter dem Milliardär Poroschenko.

Die frühere Regierungschefin Julia Timoschenko hat ihre Kandidatur für das Präsidentenamt in der Ukraine bekannt gegeben. "Ich habe vor, für den Präsidentenposten zu kandidieren", sagte die 53-Jährige auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Kiew. Die Wahl ist für den 25. Mai angesetzt.

Bislang hatte sich die 53-Jährige nicht selbst zu einer Bewerbung geäußert. In Umfragen liegt sie gleichauf mit Ex-Boxweltmeister Vitali Klitschko auf Rang zwei, aber abgeschlagen hinter dem Milliardär Pjotr Poroschenko.

Die umstrittene Politikerin war im Zuge des Umsturzes in der Ukraine nach Jahren aus der Haft entlassen und vor kurzem wegen eines Rückenleidens in Berlin medizinisch behandelt worden.

2010 verlor sie die Stichwahl

Die proeuropäische Politikerin stand 2004 gemeinsam mit dem späteren Präsidenten Viktor Juschtschenko an der Spitze der orangenen Revolution in ihrem Land. 2010 unterlag sie bei der Präsidentschaftswahl aber ihrem prorussischen Rivalen Viktor Janukowitsch. Nach dessen Amtsantritt wurde sie festgenommen und wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt.

Im Gefängnis erkrankte die Politikerin an einem schweren Rückenleiden. Die EU machte ihre Freilassung und Behandlung zur Bedingung für die Unterzeichnung eines Assoziierungsabkommens mit der Ukraine. Diesem verweigerte Janukowitsch die Unterschrift, woraufhin sich eine Protestwelle erhob, die ihn letztlich das Amt kostete.

Zuletzt löste Timoschenko im Westen scharfe Kritik aus, nachdem Auszüge aus einem mitgeschnittenen Telefonat veröffentlicht worden waren. Darin hatte sie offenkundig mit Blick auf den russischen Staatschef Wladimir Putin und die Annexion der Krim durch Russland gesagt, sie sei "bereit, eine Maschinenpistole zu nehmen und diesem Dreckskerl eine Kugel in den Kopf zu schießen".

Quelle: n-tv.de, ppo/dpa/AFP