Politik

Überall Fake-News? Trump beschimpft Medien als Volksfeinde

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Sieht sich umzingelt von Feinden: Trump bei der Pressekonferenz am Donnerstag im Weißen Haus.

(Foto: REUTERS)

Trumps Verhältnis zu den Medien ist bekanntermaßen gespannt. Nun nennt er sie in einem Tweet "Feinde des Volkes". "Der Grad der Unehrlichkeit sei "außer Kontrolle".

US-Präsident Donald Trump hat seine Medienschelte auf Twitter erneut bekräftigt. "Fake-News-Medien" seien "nicht mein Feind, sie sind der Feind des amerikanischen Volkes", schrieb Trump auf Twitter. Der US-Präsident führte aus, dass er damit die "New York Times" sowie die Fernsehsender CNN, NBCNews, ABC und CBS meine.

Trump hatte am Donnerstag bei einer turbulenten Pressekonferenz im Weißen Haus die Medien scharf angegriffen. Er warf ihnen vor, Falschmeldungen über die Beziehungen seiner Regierung zu Russland zu verbreiten. Der Grad der "Unehrlichkeit" in den Medien sei "außer Kontrolle", sagte der US-Präsident. Er warf einem Großteil der Medien vor, in einem Tonfall des "Hasses" über ihn zu berichten.

Die "New York Times" hatte unter Berufung auf "vier derzeitige und frühere US-Behördenvertreter" berichtet, durch abgefangene Telefonate und Mitschnitte werde belegt, dass Mitglieder des Trump-Teams während des Wahlkampfs wiederholt mit russischen Geheimdienstmitarbeitern in Kontakt gestanden hätten.

Wegen der Russland-Affäre musste bereits Trumps Nationaler Sicherheitsberater Michael Flynn seinen Posten räumen. Die Presse hatte enthüllt, dass es in seinen Telefonaten mit dem russischen Botschafter noch vor Antritt der Trump-Regierung entgegen Flynns Darstellung um die vom damaligen Präsidenten Barack Obama verhängten Sanktionen gegen Russland gegangen war.

 Als Konsequenz aus der Affäre wies Trump das Justizministerium an, die "illegale" und "kriminelle" Weitergabe von Informationen an die Medien zu untersuchen. Die Medien sollten sich für die Weiterverbreitung solcher als geheim eingestufter Informationen "schämen", sagte er. Trump behauptete zugleich, dass die auf diesen Informationen basierenden Medienberichte allesamt falsch seien.

Quelle: ntv.de, ghö/AFP

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