Politik

"First Daughter" verliert Kunden Trump beschwert sich über Nordstrom

US-Präsident Donald Trump und seine Tochter Ivanka gehen am 01.02.2017 in Washington über den South Lawn des Weißen Hauses zum Präsidenten-Hubschrauber Marine One. Foto: Evan Vucci/AP/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Zwei Trumps im Weißen Haus: Donald und Tochter Ivanka.

(Foto: dpa)

Weil die Absätze der Modekollektion von Ivanka Trump kontinuierlich sinken, entfernt die Kaufhauskette Nordstrom die Kollektion aus dem Sortiment. Der US-Präsident vermutet politische Motive hinter der Trennung.

US-Präsident Donald Trump hat die Kaufhauskette Nordstrom hart dafür kritisiert, dass sie die Modekollektion seiner Tochter Ivanka aus dem Sortiment genommen hat. Seine Tochter werde von Nordstrom "so unfair" behandelt, schrieb Trump in einer Twitter-Botschaft. "Schrecklich!", fügte er hinzu.

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Seit seinem Wahlsieg hat Trump wiederholt einzelne Unternehmen gelobt oder angegriffen. Es war jedoch nun das erste Mal, dass er sich offen für eine Firma in die Bresche warf, die zum Unternehmensimperium seiner Familie gehört.

Trumps Sprecher Sean Spicer sagte, dem Präsidenten sei es mit seinem Tweet lediglich darum gegangen, für ein Familienmitglied einzustehen, das "verunglimpft" worden sei. Es gebe "eindeutige Anstrengungen", die Marke von Ivanka Trump aus politischen Motiven zu beschädigen.

#GrabYourWallet

Nordstrom erklärte jedoch, die Produkte der Trump-Tochter seien allein aus kaufmännischen Gründen aus dem Sortiment herausgenommen worden. Der Verkauf sei im vergangenen Jahr konstant zurückgegangen, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte. Es habe deshalb keinen Sinn mehr gehabt, die Produkte weiter zum Verkauf anzubieten. Nordstrom betonte im Übrigen, dass es eine "großartige Beziehung" zur Firma der Trump-Tochter habe.

Firmen, die Produkte der Trump-Familie anbieten, sehen sich bereits seit einer Weile mit Boykottaufrufen von Aktivisten konfrontiert. Eine entsprechende Initiative trägt den Titel #GrabYourWallet (Greif deinen Geldbeutel) - eine ironische Anspielung auf Trumps vormalige Prahlereien mit seinen sexuellen Übergriffen.

Der Präsident und seine Familie sehen sich vielfachen Vorwürfen ausgesetzt, ihre politischen und wirtschaftlichen Aktivitäten nicht zu trennen. Ivanka Trump hatte nach dem Wahlsieg ihres Vaters angekündigt, sich aus ihrer Mode- und Schmuckfirma zurückzuziehen. Sie hat selber keinen Regierungsposten übernommen, doch ihr Ehemann Jared Kushner ist Berater im Weißen Haus.

Quelle: n-tv.de, jve/dpa