Politik

Bericht der Heimatschutzbehörde Trumps Mauer soll 22 Milliarden kosten

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Noch besteht die Grenze zu Mexiko größtenteils aus Drahtverhauen - die Mauer selbst soll später bis zu acht Meter hoch sein.

(Foto: REUTERS)

Bereits vor der konkreten Planungsphase des größten Wahlversprechens des US-Präsidenten steigen die Kosten für die geplante Grenzmauer zu Mexiko in astronomische Höhen: Fast doppelt so teuer wie veranschlagt soll der Wall werden.

Der von US-Präsident Donald Trump geplante Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko könnte deutlich teurer werden als von dem Republikaner im Wahlkampf angekündigt. Laut einem internen Bericht der US-Heimatschutzbehörde, welcher der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, ist mit Kosten von 21,6 Milliarden Dollar zu rechnen. Trump hatte im Wahlkampf von zwölf Milliarden Dollar gesprochen.

Für den Bau werden in dem Dokument zudem mehr als drei Jahre veranschlagt. Heimatschutzminister John Kelly hatte kürzlich erst zwei Jahre als Zeitrahmen genannt.

Der Bericht soll Kelly in den nächsten Tagen übergeben werden und als Empfehlung für einen Antrag im Kongress dienen, um den Bau zu starten. Das Ministerium wollte sich auf Anfrage nicht konkret dazu äußern. Das Präsidialamt erklärte, es sei verfrüht, um über einen Bericht zu sprechen, der dem Präsidenten noch nicht offiziell vorgelegt worden sei.

Mit der Mauer will Trump die illegale Einwanderung und den Drogenschmuggel bekämpfen. Sie war eines seiner wichtigsten Wahlkampfversprechen. Trump hat angekündigt, Mexiko werde für den Bau bezahlen. Die Regierung des Nachbarlandes weist diese Forderungen zurück.

Quelle: n-tv.de, jve/rts

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