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Konflikt in Kasai-Region UN entdecken 38 Massengräber im Kongo

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Sicherheitskräfte der UN sollen in der Provinz Kasai im Kongo für Frieden sorgen.

(Foto: REUTERS)

Die Provinz Kasai im Kongo wird seit Monaten von Gewalt erschüttert. Die Kämpfe zwischen der Rebellengruppe Kamuina Nsapu und dem Militär trieben bereits Hunderttausende Menschen in die Flucht. Nun wurden erneut mutmaßliche Massengräber entdeckt.

In der Demokratischen Republik Kongo sind nach Angaben der Vereinten Nationen 38 weitere wahrscheinliche Massengräber entdeckt worden. Wie die UNO in New York mitteilte, wurden die Gräber in der Provinz Kasai im Zentrum des Landes ausfindig gemacht. Damit wurden in der Region, die seit Monaten von Gewalt erschüttert wird, bereits mehr als 80 wahrscheinliche Massengräber identifiziert.

Die Gräber wurden demnach Anfang des Monats von den UN und der kongolesischen Militärjustiz gefunden und würden nun untersucht. In der Provinz Kasai wurden nach Angaben der katholischen Kirche seit vergangenem September bereits mehr als 3000 Menschen getötet. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass wegen des Konflikts bereits 1,3 Millionen Menschen aus ihrer Heimat fliehen mussten.

Der Konflikt in der vormals friedlichen Region war eskaliert, nachdem Sicherheitskräfte im August 2016 den Anführer der Rebellengruppe Kamuina Nsapu getötet hatten. Seitdem werden der Miliz sowie dem Militär schwere Verbrechen vorgeworfen. Nach dem Tod von Milizenführer Nsapu setzten seine Anhänger ihren Kampf verstärkt fort.

Quelle: n-tv.de, vck/AFP/dpa

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