Politik

Nach dem Massaker von Newtown US-Regierung verschärft Waffengesetze

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Beliebter Volkssport in den USA: Das Hantieren mit der eigenen Waffe.

(Foto: picture alliance / dpa)

Hunderte Menschen sterben jährlich in den USA durch den Gebrauch von Schusswaffen. Jetzt will Präsident Obama handeln und durch Verordnungen zumindest einige Schlupflöcher schließen.

US-Präsident Barack Obama treibt auf eigene Faust eine Verschärfung der Waffengesetze voran. Das Weiße Haus kündigte zwei neue Verordnungen an, die den Privatbesitz von Schusswaffen in den USA einschränken sollen. Die Regierung will demnach ein Schlupfloch schließen, das Unternehmen beim Waffenkauf von sogenannten Hintergrund-Checks ausnimmt. Künftig soll auch die Vorgeschichte von Waffenkäufern überprüft werden, die über eine Firma in Erscheinung treten.

Die zweite Verordnung betrifft militärische Schusswaffen, die einst von den USA an die Streitkräfte anderer Länder verkauft wurden. Seit 2005 wurden dem Weißen Haus zufolge 250.000 dieser Waffen von Privatleuten zurück in die Vereinigten Staaten gebracht. Bis auf wenige Ausnahmen etwa für Museen soll nun ein Wiedereinführverbot gelten.

Obamas Regierung bemüht sich besonders seit dem Amoklauf von Newtown, bei dem im Dezember 20 Grundschüler getötet worden waren, um eine Verschärfung der Waffengesetze. Eine umfassende Reform, die zu einer strengeren Überprüfung von Waffenkäufern und einem Verbot von Sturmgewehren geführt hätte, scheiterte im April aber im Kongress. Die nun angekündigten Maßnahmen können ohne Zustimmung des Parlaments in Kraft treten, ihre Reichweite ist aber begrenzt.

Quelle: ntv.de, AFP