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"Bedrohung diesmal spezifischer" USA halten Botschaften geschlossen

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Sicherung des US-Botschaft in der bahrainischen Hauptstadt Manama.

(Foto: AP)

Nach Angaben von US-Abgeordneten sehen sich die Vereinigten Staaten mit einem der ernsthaftesten Terrorhinweise der vergangenen Jahre konfrontiert. Deshalb wird die Schließung von einigen Botschaften in islamischen Ländern bis zum kommenden Samstag ausgeweitet.

Die USA haben ihre aus Sorge vor Anschlägen verfügten Botschaftsschließungen verlängert und ausgeweitet. 19 Botschaften und Konsulate würden bis kommenden Samstag geschlossen bleiben, zudem sollten zusätzliche Vertretungen schließen, teilte das Außenministerium in Washington mit. Einige der zunächst geschlossenen Botschaften dagegen würden heute wieder öffnen.

Am Sonntag waren mindestens 25 diplomatische Vertretungen der USA in Afrika und Nahost aus Furcht vor islamistischen Terroranschlägen geschlossen geblieben. Deutschland wiederum schloss seine diplomatische Vertretung im Jemen bis einschließlich heute. Auch Frankreich und Großbritannien machten ihre Vertretungen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa dicht.

Hintergrund der Vorkehrungen sind mögliche Angriffe des Terrornetzwerks Al Kaida. Nach Angaben von US-Generalstabschef Martin Dempsey ist die Bedrohung diesmal "spezifischer" als in früheren Fällen. Auch die internationale Polizeibehörde Interpol hat eine globale Warnung vor erhöhter Terrorgefahr herausgegeben.

Konkrete Terrorpläne

Nach Angaben von US-Abgeordneten gehen die Warnungen auf abgefangene Gespräche zwischen Al-Kaida-Anführern zurück. "Wir haben die Information erhalten, dass hochrangige Al-Kaida-Anhänger auf der arabischen Halbinsel über große Anschläge geredet haben", sagte der demokratische Abgeordnete Dutch Ruppersberger, der im Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses sitzt, dem Fernsehsender ABC. Die Vorbereitungen der Anschläge seien demnach bereits im Gange.

Mit Geheimdienstinformationen vertraute Abgeordnete sprachen von einem der ernsthaftesten Terrorhinweise der vergangenen Jahre. Der Republikaner Saxby Chambliss, der wie Ruppersberger im Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses sitzt, sprach von konkreten Plänen einzelner Terroristen, die mit denen vor den Anschlägen auf die USA am 11. September 2001 vergleichbar seien.

Quelle: n-tv.de, AFP

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