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"Schlimmste Dürre seit 100 Jahren" USA helfen hungerndem Nordkorea nicht

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Ausgetrocknete Reisfelder im Norden Nordkoreas.

(Foto: AP)

Jahrelang unterstützen die USA die nordkoreanische Bevölkerung trotz aller Drohungen der kommunistischen Führung mit Lebensmitteln. Doch damit ist jetzt Schluss - obwohl dem Land eine ernste Hungerkatastrophe droht.

Die USA werden Nordkorea nicht weiter mit Nahrungsmitteln unterstützen. Das ohnehin völlig verarmte asiatische Land leidet laut der Nachrichtenagentur Yonhap unter extremer Lebensmittelknappheit. Hinzu kommt eine Dürreperiode, die von der kommunistischen Führung als "die schlimmste der vergangenen 100 Jahren" bezeichnet wird.

"Ich habe Berichte über die Dürre gesehen. Ich habe aber keine Informationen über deren Wahrheitsgehalt", sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, John Kirby. Auf die Frage hin, ob die USA Nahrungsmittel liefern würden, antwortete er: "Davon ist mir nichts bekannt".

Die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtet, dass die Dürre rund 30 Prozent der Reisfelder des Landes zerstört habe und weiterhin "großen Schaden" anrichten werde. Auch das südkoreanische Wiedervereinigungsministerium rechnet damit, dass die Getreideproduktion des nördlichen Nachbarn um 20 Prozent einbrechen könne, falls die Dürre kein Ende findet.

Nordkorea war lange Zeit auf Lebensmittellieferungen aus dem Ausland angewiesen, um seine 24 Millionen Einwohner zu versorgen. Missmanagement und Naturkatastrophen hatten die Versorgungssituation gelähmt. In den 1990er Jahren kamen bei einer großen Hungersnot in Nordkorea mehrere Hunderttausend Menschen ums Leben. In den vergangenen Jahren schien sich mit der Umsetzung von Agrarreformen jedoch eine Verbesserung durchzusetzen.

Quelle: n-tv.de, bdk

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