Politik

RTL/n-tv Trendbarometer Union gewinnt an Zustimmung, AKK nicht

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AKK wird vor allem von der SPD für ihr Vorgehen kritisiert.

(Foto: REUTERS)

Es sind vor allem die außenpolitischen Themen, die die Bundesbürger derzeit umtreiben. Davon können CDU und CSU profitieren und machen einen kleinen Sprung in der Sonntagsfrage des RTL/n-tv Trendbarometers. Die CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer kann das aber nicht als ihren Erfolg verbuchen.

Noch immer ist nicht ganz klar, was Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bei ihrem Vorschlag eines internationalen Truppeneinsatzes in Nordsyrien genau vorschwebt. Allerdings bringt die mit den Koalitionspartnern kaum abgestimmte Initiative die in den Umfragen schwächelnde CDU-Chefin kaum nach vorne. Im RTL/n-tv Trendbarometer liegt AKK wie in der Vorwoche bei 17 Prozent Zustimmung im Vergleich zu 32 Prozent für den SPD-Politiker und Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Könnten sich die Bürger zwischen Kramp-Karrenbauer und Grünen-Chef Robert Habeck als Bundeskanzler entscheiden, läge Habeck mit 31 zu 16 Prozent ebenfalls vorne.

Dabei hat AKK mit der türkischen Offensive in Nordsyrien durchaus ein Thema angesprochen, das die Bundesbürger interessiert. Von 2501 Befragten bekundeten 31 Prozent ihr Interesse an dem international umstrittenen Einmarsch der Türken in zuvor von syrischen Kurden gehaltene Gebiete. Nur der Brexit und die britische Politik bewegen demnach mit 35 Prozent der Befragten noch mehr Menschen in Deutschland.

Gering dagegen ist das Interesse an der Landtagswahl in Thüringen am Sonntag. Die Abstimmung im nach Einwohnern zweitkleinsten Flächenstaat interessiert dem RTL/n-tv Trendbarometer zufolge nur 2 Prozent der Menschen außerhalb Thüringens. Mit 17 Prozent Interessierten ebbte auch die Aufmerksamkeit für den Klimaschutz wieder etwas ab.

Diese Interessensverlagerung hin zu internationalen Themen kommt in der Sonntagsfrage vor allem der CDU/CSU zugute - zulasten der Grünen. Während die Union mit 29 Prozent Zustimmung zwei Prozentpunkte zulegt, verlieren die Grünen eben so viel und fallen auf 20 Prozent zurück. Die übrigen Parteien bleiben gegenüber der Vorwoche unverändert: Die SPD kommt auf 14 Prozent, knapp vor der AfD mit 13 Prozent Zustimmung. FDP und Linke würden jeweils acht Prozent der Befragten wählen, wäre heute Bundestagswahl. Weitere acht Prozent entschieden sich für eine andere Partei.

Quelle: ntv.de, shu