Politik

US-Panzer in Deutschland Uran im Panzer

Die US-Armee verwendet bei ihren mehr als 1.000 in Deutschland stationierten Panzern vom Typ "Abrams M-1" abgereichertes Uran zur Stärkung der Panzerung. Das bestätigte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums gegenüber der "Bild"-Zeitung.

Das Blatt zitiert den Sprecher des Verteidigungsministeriums mit folgenden Worten: "Wenn abgereichertes Uran zerstäubt, ist es giftig." Deshalb verwende die Bundeswehr bei ihren Panzern Konstruktionen aus Metall und Keramik. Allerdings sei diese Variante wesentlich teurer als die von den USA gewählte Variante.

Vor wenigen Tagen hatte Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) die Öffentlichkeit bereits darüber informiert, dass es in siebziger und achtziger Jahren mehrfach zu Vorfällen mit uranhaltiger Munition gekommen war. Scharping verlas am 19. Januar im Bundestag eine Liste aus dem Heidelberger Hauptquartier der amerikanischen Landstreitkräfte in Europa, wonach es insgesamt neun Vorfälle dieser Art in Bayern, Hessen und Niedersachsen gab. Nach Scharpings Angaben sei davon auszugehen, dass es zu irrtümlichem Verschuss und zu Bränden von Kampfpanzern gekommen sei, die mit der Munition beladen waren.

Quelle: ntv.de