Politik

McKinsey-Beraterin im Gespräch Von der Leyen holt Frau an Bord

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Verteidigungsministerin von der Leyen setzt ihre Ankündigungen um.

(Foto: dpa)

Ministerin von der Leyen kündigte zum Amtsantritt eine Neuordnung des Verteidigungsministeriums an. Nun will sie übereinstimmenden Medienberichten zufolge eine externe Beraterin zur Staatssekretärin machen. Keine leichte Aufgabe.

Eine Unternehmensberaterin gilt nach Medienberichten als Favoritin für den offenen Posten des für Rüstungsfragen zuständigen Staatssekretärs im Verteidigungsministerium. Es handelt sich nach übereinstimmenden Berichten der "Süddeutschen Zeitung" und der "Bild am Sonntag" um die Beraterin Katrin Suder von McKinsey.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte als Konsequenz aus massiven Problemen bei großen Rüstungsprojekten im Februar Staatssekretär Stéphane Beemelmans in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Beemelmans und der ebenfalls entlassene Abteilungsleiter Detlef Selhausen waren Schlüsselfiguren in der Affäre um die Skandaldrohne "Euro Hawk" im vergangenen Jahr.

Problemfälle und Milliardenrisiken

Zuvor hatte es in dem Ministerium viele Schwierigkeiten und einige Skandale gegeben. Von der Leyens Amtsvorgänger Thomas de Maizière (CDU) warf 2013 seinen Mitarbeitern vor, ihn unzureichend über Zulassungsprobleme und eine drohende Kostenexplosion bei dem Prestigeprojekt informiert zu haben. Von der Leyen kündigte im Februar zudem an, eine Unternehmensberatung mit der Überprüfung des Rüstungssektors zu beauftragen.

Verteidigungspolitiker aus Koalition und Opposition sehen bei laufenden Rüstungsprojekten der Bundeswehr Risiken in Milliardenhöhe. Als Problemfälle waren in den vergangenen Monaten der Kampfjet "Eurofighter", das Raketenabwehrsystem Meads, der Hubschrauber NH90 und das Aufklärungssystem "Isis" aus der Skandal-Drohne "Euro Hawk" genannt worden.

Die studierte Physikerin Suder leitet bei McKinsey den Bereich Öffentlicher Sektor, unter anderem mit den Schwerpunkten Telekommunikation, Software und IT-Dienstleistungen.

Quelle: n-tv.de, sla/dpa

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