Dossier

Land der Widersprüche Im Reich der Mitte

In China boomt die Wirtschaft, glitzernde Megastädte wie Peking oder Shanghai wachsen aus dem Boden und hochmoderne Wohngebiete entstehen auf dem Reißbrett. Die Kehrseite des chinesischen Wachstums sind riesige Armut und harte Unterdrückung. Laut Financial Times sterben jährlich 750.000 Chinesen an den Folgen der Umweltverschmutzung.

China ist bekannt für die Chinesische Mauer, Mao Tsetung und Produktpiraterie. Aber auch für den riesigen "Dreischluchten-Staudamm", dem bis zur Fertigstellung rund 4 Mio. Menschen weichen mussten. 2008 richtet das Reich der Mitte die Olympischen Sommerspiele aus.

Politisch durchsetzungsfähig

Das Land umfasst eine Fläche von rund 9.572.419 Quadratkilometern, bei einer geschätzten Einwohnerzahl von rund 1,3 Milliarden Menschen. Es ist damit vor Indien das einwohnerreichste Land der Erde. Tibet wird seit der Okkupation und der Unterzeichnung eines entsprechenden Vertrags zwischen China und Vertretern des damaligen Dalai Lamas im Jahr 1951 von den Chinesen als Teil ihres Staatsgebietes angesehen. Hier liegt der höchste Berg der Erde, der 8.848 Meter hohe Mount Everest.

Die Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao sind zwar Teil Chinas, genießen aber besondere Rechte. Hongkong kam am 1. Juli 1997, nachdem es 99 Jahre unter britischer Verwaltung gestanden hatte, an China zurück. Das Gebiet nördlich Kowloons bis zum Shenzhen-Fluss, die New Territories, wurde am 9. Juni 1898 auf 99 Jahre gepachtet.

China gehört mittlerweile sowohl politisch, militärisch als auch ökonomisch zu den führenden Nationen der Erde. Es verfügt über Interkontinentalraketen und ein großes Arsenal an Kernwaffen. Es hat außerdem, neben den USA, Russland, Großbritannien und Frankreich, einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat der UNO und damit ein Vetorecht.

Quelle: ntv.de