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Erweiterter Schallschutz: Das OVG Berlin-Brandenburg entscheidet im Sinne der Betroffenen.
Erweiterter Schallschutz: Das OVG Berlin-Brandenburg entscheidet im Sinne der Betroffenen.(Foto: picture alliance / dpa)
Mittwoch, 04. Juli 2018

Fluglärm in der Küche?: BER-Anwohner siegen vor Gericht

Die Kosten für die Großbaustelle BER dürften weiter steigen: Anwohner rund um den geplanten Hauptstadtflughafen haben einem neuen Urteil zufolge ein Recht auf zusätzliche Maßnahmen beim Schallschutz. Die Vorgaben gelten unter Umständen auch für Küche und Wintergarten.

Dieses Urteil hat Folgen: Anwohner des im Südosten der Bundeshauptstadt gelegenen Großflughafens Berlin-Brandenburg International (BER) haben ein Recht auf Schallschutz auch für ihre Wohnküchen und Wintergärten. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg gab einer Klage mehrerer Anwohner statt, die sich gegen den geltenden Planfeststellungsbeschluss gewandt hatten. Dieser sah bislang nur einen Anspruch auf Schallschutzmaßnahmen für Wohn- und Aufenthaltsräume vor.

Diesen Anspruch dehnte das Oberverwaltungsgericht nun aus: Bei den Küchen der Kläger handle es sich um Wohnküchen, die nicht nur der Zubereitung von Mahlzeiten, sondern auch dem Wohnen dienten, argumentierte das Gericht. Dies gelte auch für eine Wohndiele, die sowohl als Hauseingangsbereich als auch als Wohnzimmer genutzt werde sowie für einen Wintergarten, der zur Wohnnutzung geeignet sei, sowie für einen zum Kinderzimmer ausgebauten Boden unter dem Dach.

Eine Revision zum Bundesverwaltungsgericht ließ das OVG nicht zu. Fragen zum Schall- und Lärmschutz rund um den BER und damit verbundene zusätzliche Kosten beschäftigen die Bau-Verantwortlichen seit Jahren. Die wegen zahlreicher technischer Mängel um Jahre verzögerte Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens ist derzeit für Oktober 2020 geplant. Allerdings war zuletzt schon abzusehen, dass die Kapazität des Flughafens nicht ausreicht, um das erwartete Passagieraufkommen zu bewältigen.

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Quelle: n-tv.de