Ratgeber

18 Prozent Discount Bayer mit acht Prozent Chance

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Zuletzt lief es gut für Bayer.

(Foto: imago/DeFodi)

Zuletzt legte die Bayer-Aktie einen wahren Kurssprung hin. Anleger, die der Aktie auch in Zukunft eine solide Entwicklung prognostizieren, die aber das Risiko des direkten Aktienkaufs reduzieren wollen, könnten als Alternative eine Investition in Discount-Zertifikate in Erwägung ziehen.

Im Oktober 2020 stürzte die Bayer-Aktie wegen der Glyphosat-Problematik rasch von 57 Euro auf bis zu 40 Euro ab. Nach der Einigung mit den Klägeranwälten, um künftige Klagen mit dem Thema Glyphosat zu managen und beizulegen, konnte sich die Aktie wieder auf 57 Euro erholen. Danach geriet der Kursanstieg allerdings wieder ins Stocken. Seit Anfang Februar läuft die Aktie innerhalb einer Bandbreite von 51 Euro bis 56 Euro seitwärts.

Bayer
Bayer 50,42

Nach der Veröffentlichung der über den Analystenerwartungen liegenden Quartalszahlen legte die Aktie einen Kurssprung von drei Prozent hin. Somit konnte die Bayer-Aktie die seit Monaten bestehende Handelsspanne geringfügig nach oben hin verlassen. Erfüllen sich die optimistischen Erwartungen jener Experten, die die Aktie mit Kurzielen von bis zu 85 Euro (UBS) zum Kauf empfehlen, dann könnte sich eine Investition in die Bayer-Aktie bezahlt machen.

Die Anlage-Idee

Anleger, die der Bayer-Aktie in den nächsten Monaten trotz der aktuellen Nervosität des Gesamtmarktes eine halbwegs stabile Kursentwicklung zutrauen, die aber auch bei einem Kursrückgang der Aktie positive Rendite erwirtschaften wollen, könnten eine Investition in Discount-Zertifikate ins Auge fassen. Discount-Zertifikate ermöglichen den verbilligten Einstieg in die Aktie und reduzieren das Risiko des direkten Aktienkaufs. Andererseits ist das Renditepotenzial der Discount-Zertifikate im Gegensatz zum unlimitierten Gewinnpotenzial des Aktieninvestments limitiert.

Die Funktionsweise

Wenn die Bayer-Aktie am Bewertungstag des Zertifikates auf oder oberhalb des Caps, der den höchsten Auszahlungsbetrag des Zertifikates definiert, notiert, dann wird das Discount-Zertifikat am Laufzeitende mit seinem Höchstbetrag von 50 Euro zurückbezahlt.

Die Eckdaten: Beim Morgan Stanley-Discount-Zertifikat (ISIN: DE000MA3Q237) auf die Bayer-Aktie befindet sich der Cap bei 50 Euro. Bewertungstag ist der 17. Juni 2022, am 24. Juni 2022 wird das Zertifikat zurückbezahlt. Beim Bayer-Aktienkurs von 56,76 Euro konnten Anleger das Zertifikat mit 46,42 Euro kaufen. Das Zertifikat ist somit um 18,22 Prozent billiger als die Aktie zu bekommen.

Die Chancen

Da Anleger das Zertifikat derzeit mit 46,42 Euro kaufen können, ermöglicht es in den nächsten 13 Monaten einen Bruttoertrag von 7,71 Prozent, wenn sich der Aktienkurs am Bewertungstag oberhalb des Caps von 50 Euro befindet. Somit kann die Bayer-Aktie sogar um 11,91 Prozent fallen, bevor die Maximalrendite dieses Zertifikates in Gefahr gerät.

Die Risiken

Notiert die Bayer-Aktie am Bewertungstag unterhalb des Caps von 50 Euro, dann wird das Zertifikat mit dem am Bewertungstag festgestellten Schlusskurs der Aktie zurückbezahlt. Wird der Aktienkurs an diesem Tag unterhalb des Kaufpreises des Zertifikates gebildet, also unterhalb von 46,42 Euro, dann wird das Investment einen Verlust verursachen.

Dieser Beitrag stellt keinerlei Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Bayer-Aktien oder von Anlageprodukten auf Bayer-Aktien dar. Für die Richtigkeit der Daten wird keine Haftung übernommen.

Quelle: ntv.de, Walter Kozubek, Zertifikate-Report

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