Ratgeber

After-Sun-Produkte im "Öko-Test" Beliebte Marken scheitern

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Nach einem Sonnenbrand schafft eine After-Sun-Lotion Linderung.

(Foto: imago/Science Photo Library)

Der Sommer geht oftmals nicht ohne Sonnenbrand einher. After-Sun-Lotions versprechen eine kühlende und schmerzlindernde Wirkung. Doch in 14 Produkten sind laut "Öko-Test" schädliche Inhaltsstoffe enthalten.

Nach einem langen Tag in der Sonne werden insbesondere hellhäutige Menschen sehr oft von einem fiesen Sonnenbrand heimgesucht. Dieser kann selbst den schönsten Tag anschließend noch zunichtemachen. Zum Glück gibt es für solche Situationen After-Sun-Bodylotions. Sie kühlen die verbrannte Haut und spenden gleichzeitig Feuchtigkeit. Die Auswahl an Produkten ist groß und es ist auch das eine oder andere schwarze Schaf darunter. Im "Öko-Test" scheiterten auffällig oft bekannte Marken wie "Rituals", "Garnier" oder "Nivea".

Ungefährliche Naturkosmetik

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Ganze 10 Bodylotions aus der Naturkosmetik-Ecke erhielten die Note "Sehr gut", darunter die Marke "Lavera" für 5,95 Euro*, "Eco Cosmetics" für 7,95 Euro und "Dr. Hauschka" für 27,80 Euro. Die Tester fanden keine umweltbelastenden oder gefährliche Inhaltsstoffe in diesen Produkten. Die After-Sun-Lotion von "Belova" für nur 0,92 Euro erhielt, wie vier weitere Produkte, die Note "Gut". Bei der "Today"-Bodylotion für 1,99 Euro von Rewe sah das schon etwas anders aus. Hier gab es die Note "Befriedigend".

Bekannte Marken fallen durch

Während das After-Sun-Balm von "Clinique" für stolze 39,93 Euro den Test mit Ach und Krach besteht (Note "Ausreichend"), können sieben weitere Produkte namhafter Marken nicht überzeugen. Zweimal gab es die Note "Mangelhaft" und ganze fünf Mal hagelte es "Ungenügend".

Alle von "Öko-Test" als schlecht bewerteten Produkte enthalten PEG/PEG-Derivate, also synthetische Polymere. Die sind umweltbelastend und machen die Haut durchlässiger. So ist in vier After-Sun-Lotions der künstliche Duftstoff Lilial enthalten, welcher sich in Tierversuchen als fortpflanzungsschädigend erwiesen hat. Lilial ist beispielsweise in der After-Sun-Lotion von "Hawaiian" für 8,83 Euro enthalten. Im After-Sun-Spray von "Nivea" für 5,99 Euro stecken kritische Mineralöle. In erdölhaltigen Kosmetikprodukten lassen sich oft Verunreinigungen mit Mineralölkohlenwasserstoffen finden. Diese stehen im Verdacht, Krebs auszulösen. Auch als besonders problematisch bewerten die Produkttester das Feuchtigkeitsspray von "Garnier" für 5,95 Euro. Es enthält ein gefährliches Konservierungsmittel.

Irreführende Werbung

Die Produkttester stören sich nicht nur an kritischen Inhaltsstoffen, sondern auch an den oftmals falschen Versprechungen auf den Verpackungen vieler After-Sun-Produkte. So suggeriert die Aufschrift "SOS Anti-Rötung" der After-Sun-Lotion von "Today", dass die Bodylotion den akuten Sonnenbrand verschwinden lässt. In einem Test mit 20 Probanden konnte jedoch nachgewiesen werden, dass das Produkt die Rötung nur minimal mildert.

Wer sich einmal einen Sonnenbrand eingefangen hat, sollte die Sonne konsequent meiden. Die betroffenen Körperstellen können zum Beispiel mit Wasser oder Quark gekühlt und mehrmals täglich eingecremt werden. Viel Wasser trinken hilft ebenso. Kommen zusätzliche Symptome wie Schüttelfrost, Übelkeit oder Bläschen hinzu, sollte ein Hautarzt aufgesucht werden. Bei Kleinkindern mit Sonnenbrand ist der Arztbesuch in jedem Fall notwendig.

*Alle Preisangaben beziehen sich auf die Menge von 200 Millilitern.

Quelle: n-tv.de, imi

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