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"Fleur de Sel" betroffen Nobel-Salz ist voll mit Plastik

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Fleur de Sel wird aufwendiger gewonnen als Meersalz und ist deshalb teurer.

(Foto: imago/Westend61)

Wer etwas auf sich hält, verwendet in der Küche teure Gewürze. Versprechen diese doch neben neuen Geschmackserlebnissen auch wegen ihres hohen Preises eine gewisse Exklusivität. Bei manchen Salzen kauft man aber auch gleich eine Menge Mikroplastik mit ein.

Das hochwertige Salz Fleur de Sel ist einer Untersuchung zufolge stärker mit Mikroplastik belastet als vergleichbare herkömmliche Meersalze. Wie das NDR-Magazin "Markt" nach einem Test von fünf Sorten Fleur de Sel berichtete, lag der Kunststoffgehalt dort zwischen 138 und knapp 1800 Mikrogramm pro Kilo. Bei den getesteten vier herkömmlichen Meersalzen waren nur es zwischen 14 und 59 Mikrogramm.

Bei einer Stichprobe hatte "Markt" fünf der meistverkauften Sorten Fleur de Sel aus Supermärkten und Feinkostläden im Labor auf Rückstände von Kunststoffen untersuchen lassen (Preis pro 100 Gramm). Als da wären:

  • Rewe feine Welt für 2,84 Euro
  • Aquasale für 3,19 Euro
  • Fleur de Sel aus der Camargue für 3,19 Euro
  • Fleur de Ibiza für 4,33 Euro in der Tüte und 8,33 Euro im Keramiktopf
  • Le Paludier de Guérande für 6,32 Euro

Zum Vergleich wurde herkömmliches Meersalz von Aldi, Edeka, Aquasale und Alnatura analysiert.

Fleur de Sel wird aufwendiger gewonnen als Meersalz und ist deshalb teurer. Während das herkömmliche Meersalz vom Boden eines Salzbeckens genommen wird, entsteht Fleur de Sel als dünne Salzschicht an der Wasseroberfläche und wird mit einer Holzschaufel abgeschöpft, wie "Markt" ausführte. Gefunden wurden in den Salzproben nun unter anderem Rückstände von Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und Polyethylenterephthalat (PET) - alles Bestandteile von Verpackungsmüll.

Zwar gibt es keinen gesetzlichen Grenzwert für den Gehalt an Mikroplastik und die gefundenen Mengen sind für den Menschen unbedenklich. Experten am Institut für Toxikologie und Pharmakologie an der Uni Kiel warnten trotzdem vor Spätfolgen. Mikroplastik könne als Vehikel für den Transport von Schadstoffen in den Körper fungieren, sagte Edmund Maser von dem Institut dem NDR. Schätzungen zur Angabe von Plastikmüll im Meer schwanken zwischen sechs und acht Millionen Tonnen jährlich.

Die vom NDR kontaktierten Hersteller und Verkäufer von Fleur de Sel reagierten unterschiedlich auf die Prüfergebnisse. Einer verwies auf eigene, unauffällige Kontrollen, andere verwiesen darauf, dass dieses Salz nur selten verwendet werde beziehungsweise in den Kontext einer Salzaufnahme von nur wenigen Gramm am Tag gesetzt werden müsse.

Quelle: n-tv.de, awi/AFP

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