Ratgeber

Streichfett im Test Nur eine Butter schmiert ab

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Butter wird aus dem Rahm der Kuhmilch gemacht.

(Foto: imago stock&people)

Egal, ob aufs Brot, in die Pfanne oder den Kuchen - für viele gehört Butter zum Leben. Eine Zeit lang hatte sie mit Imageproblemen zu kämpfen, gilt heute aber als rehabilitiert. Entscheidend sind die Menge an Fett und die Qualität. Über Letztere weiß Warentest Bescheid.

Es ist eine Weile her, da war Butter als Cholesterinbombe verschrien. Nicht wenige Verbraucher schmierten seit den 80er-Jahren deshalb Margarine aufs Brötchen. Die galt wegen ihrer­­ ungesättigten Fettsäuren als gesünder. Die gesättigten aus der Kuh sollten hingegen das Risiko für Diabetes und Herz-Kreis­lauf-Erkrankungen erhöhen.

Ein paar Jahrzehnte später gilt Butter als rehabilitiert. Zumindest, wenn sie in Maßen verzehrt wird. Was genauso für die pflanzliche Alternative gilt. So rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, nicht mehr als 30 Gramm Butter oder Margarine pro Tag aufs Brot zu verstreichen. Ansonsten sollte beim Fettkonsum das Verhältnis von Omega-3 und Omega-6-Säuren passen. Ersteres kommt meist deutlich zu kurz.

Wird dies beachtet, fällt Butter neueren Untersuchungen zur Folge als Dick- und Krankmacher aus. Der tierische Schmierstoff - der aus dem Rahm der Kuhmilch gemacht wird - darf also unbesorgt in Maßen verwendet werden. Vorausgesetzt, die Qualität stimmt. Worüber die Stiftung Warentest Bescheid weiß. Diese verkostete und analysierten 15 mildgesäuerte (wird am meisten verkauft), 13 Süß- und 2 Sauerrahmbuttern zu Preisen von 1,29 bis 2,79 Euro pro 250-Gramm-Packung. Nur nebenbei: Um diese handelsübliche Menge herzustellen, werden 5,5 Liter Milch benötigt. 

Meist alles in Butter

Was aber nichts am Ergebnis ändert. Und dies lautet: Jede zweite Butter im Test ist "gut". Die günstigste der beiden Besten ist eine mildgesäuerte für 1,29 Euro. Die beste Süßrahmbutter ist ein Bioprodukt, das für 2,15 Euro pro 250 Gramm angeboten wird. Ebenfalls Bio und noch "gut" ist eine der beiden Sauerrahmbuttern. Immerhin zwölf Produkte kommen noch auf ein "befriedigend". Sie sind akzeptabel, haben aber teils Fehler in Aussehen, Geruch und Geschmack und sind zum Beispiel aromaarm, leicht fade oder käsig.

Ein Produkt weist dann aber doch mehr als nur solche Schönheitsfehler auf. Die "Original Irische Süßrahmbutter" von Kerrygold weist eine hohe Gesamtkeimzahl auf, viele der vorhandenen Verderbniskeime lassen auf eine schlechte Hygiene bei der Produktion schließen. Konsequenterweise vergaben die Tester hierfür auch die Note "mangelhaft".

Unbesorgt losstreichen können Verbraucher hingegen bei der mildgesäuerten deutschen Markenbutter von Edeka für 1,29 Euro pro 250 Gramm ("gut"/1,8). Genau wie bei dem Produkt von Sachsenmilch. Ebenfalls aus deutschen Landen, aber mit 2,39 Euro deutlich teurer ("gut"/1,8). Preiswerter ist da die Milfina Deutsche Markenbutter von Aldi (1,29 Euro) aber nichtsdestotrotz auch "gut" (1,9).

Bei den Süßrahmbuttern macht das Bioprodukt von Rewe das Rennen (2,15 Euro, "gut", 1,9) und bei den Sauerrahmschmierstoff hat die Nase die Bio-Butter von Alnatura die Nase vorn (2,59 Euro, "gut", 2,5).  

Quelle: ntv.de, awi

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