Ratgeber

Test des ADACRabatt beim Autokauf: Nachfragen kann Tausende Euro sparen

07.04.2026, 19:12 Uhr
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Nachfragen lohnt sich: Laut ADAC-Studie sind bei vielen Autohändlern Nachlässe im vierstelligen Bereich möglich. (Foto: dpa)

Ein Neuwagen ist eine kostspielige Investition. Deshalb ist es ratsam, um Nachlässe zu verhandeln. Oft stehen die Chancen beim Händler gut, zeigt eine Untersuchung des ADAC. Worauf es ankommt.

Beim Neuwagenkauf lohnt es sich, im Autohaus zu verhandeln und aktiv nach Rabatten zu fragen. Dazu rät der ADAC und verweist auf einen eigenen Test. Dafür waren 14 Automodelle zunächst online beim Hersteller vorkonfiguriert worden. Mit dem Preisangebot aus dem Internet wurden dann nach Angaben des Verkehrsclubs jeweils acht Autohändler in verschiedenen Regionen Deutschlands aufgesucht.

Das Ergebnis war vielerorts eine "große Rabattbereitschaft", so der ADAC. Bei der Mehrheit der Modelle lagen die Nachlässe im Schnitt bei mehreren Tausend Euro, nur bei drei niedrigpreisigen Autos in der Auswahl – Dacia Duster, Leapmotor T03 und Renault Clio – war kaum etwas zu holen.

Wo es im Test am meisten Nachlass gab

Die prozentual höchsten Rabatte bei Verbrennern gab es für:

  • Peugeot 3008 mit 18,4 Prozent (Online-Listenpreis inkl. Extras für Test: 45.756 Euro; im Durchschnitt gewährter Gesamtrabatt: 8.413 Euro)

  • MG ZS Hybrid+ mit 13,3 Prozent (Online-Listenpreis inkl. Extras für Test: 26.640 Euro; im Durchschnitt gewährter Gesamtrabatt: 3.530 Euro)

  • VW Golf Variant mit 11,8 Prozent (Online-Listenpreis inkl. Extras für Test: 45.325 Euro; im Durchschnitt gewährter Gesamtrabatt: 5.325 Euro)

Die prozentual höchsten Rabatte für Elektroautos – ohne Berücksichtigung der aktuellen E-Auto-Förderprämien – gab es für:

  • BYD Atto 2 mit 25,4 Prozent (Online-Listenpreis inkl. Extras für Test: 37.490 Euro; im Durchschnitt gewährter Gesamtrabatt, hier inklusive schon bei Konfiguration ersichtlicher Aktionsprämie: 9.520 Euro)

  • BMW iX1 mit 18,8 Prozent (Online-Listenpreis inkl. Extras für Test: 62.420 Euro; im Durchschnitt gewährter Gesamtrabatt: 11.739 Euro)

  • Skoda Elroq mit 14,1 Prozent (Online-Listenpreis inkl. Extras für Test: 49.550 Euro; im Durchschnitt gewährter Gesamtrabatt: 6.966 Euro)

Dreimal nach Rabatt gefragt

In den mehr als 100 Verkaufsgesprächen gaben die Händler laut ADAC in mehr als drei Viertel der Fälle in ihrem ersten Angebot schon von selbst einen Rabatt. Wenn, wie etwa bei BYD, online bereits Nachlässe in Aussicht gestellt wurden, hat das Autohaus diese bestätigt. Weitere zwölf Prozent der Verkäufer gaben auf Nachfrage einen ersten Rabatt.

Doch bei einem Versuch beließen es die Tester nicht – sie hakten noch ein zweites und sogar drittes Mal nach. Immerhin 13 Prozent der Verkäufer gaben bei der zweiten Frage noch mal etwas Rabatt, auf das dritte Nachbohren reagierten noch 6 Prozent mit weiteren Prozenten.

Manchmal half aber alles Verhandeln nichts: Bei gut einem Zehntel der Verkaufsgespräche wurde keinerlei Rabatt zum Listenpreis gewährt.

Teilweise Rabattspanne zwischen Autohäusern

Mitunter kann es sich dem Automobilclub zufolge auch lohnen, in mehreren Autohäusern einer Marke Angebote einzuholen.

Beispiel Toyota: Für den testweise konfigurierten Corolla gab es auf den Listenpreis inklusive Extras von 40.427 Euro im Schnitt 3.652 Euro Nachlass – das entspricht 9 Prozent. Die Differenz zwischen dem höchsten und geringsten Rabatt bei den acht Testgesprächen lag aber bei 21 Prozentpunkten. Das heißt: Teils gab es wesentlich mehr als 3.652 Euro Rabatt, teils wesentlich weniger.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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