Ratgeber

Auf der Autobahn Schneller durch den Stau ist kein Hexenwerk

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Der Alptraum aller Autofahrer: kilometerlanger Stau.

(Foto: imago images / Geisser)

Besonders in der Ferienzeit wird es auf Deutschlands Autobahnen oft eng. Kilometerlange Staus können die Freude auf den bevorstehenden Urlaub erheblich dämpfen. Nicht wenige Autofahrer stellen sich daher die Frage, wie sie im Stau schneller vorankommen. Mit ein paar Tricks geht das.

Staus entstehen nicht nur, wenn ein Unfall oder eine Baustelle die Autobahn blockieren: Die Ursachen für Staus können auch zu viele Autos auf der Strecke, Kurven, Steigungen sowie Auf- und Abfahrten sein. Auch werden sie zuweilen durch fehlerhaftes Fahrverhalten hervorgerufen. So führen ständige Spurwechsel oft zu einem Stau, da sie ein dominoartiges Abbremsen anderer Autofahrer nach sich ziehen. Zudem erhöhen sie die Unfallgefahr und verhindern, dass der Stau sich schneller auflösen kann. Ebenso kann aggressives, dichtes Auffahren das Bremsen anderer Fahrer fördern und so zu einer erhöhten Staugefahr führen. Jedoch sollten Autofahrer auch zu große Abstände zu anderen Fahrzeugen vermeiden, um genügend Platz auf der Autobahn zu schaffen.

So kommen Autofahrer schneller durch den Stau

Ratsam ist es zunächst, eine gleichmäßige Fahrgeschwindigkeit beizubehalten, um das Abbremsen anderer Autofahrer zu verhindern. Wenn andere Fahrer bremsen, muss natürlich dennoch abgebremst werden, um einen Unfall zu vermeiden. Der Abstand zwischen den Autos sollte zudem weder zu groß noch zu klein sein. Um den Verkehrsfluss innerhalb des Staus weiterhin möglichst flüssig zu halten, ist es ratsam, immer rechtzeitig vor einem Spurwechsel zu blinken.

Verkehrswissenschaftler Dr. Martin Treiber rät Autofahrern für ein schnelleres Vorankommen, rechts in den Stau hineinzufahren: "Auf den linken Spuren gibt es vor dem Stau immer die sogenannte Spur-Besetzungs-Invasion und dann sind die linken Spuren stärker befahren als die rechten. Da sind die Laster", erklärt er gegenüber dem MDR. Fahrer sollten weiterhin lediglich einmal die Spur wechseln und links aus dem Stau hinausfahren, weil die linke Spur schneller bei Stauende angefahren werde.

Wann sollte man Staus umfahren?

Natürlich ist die Versuchung bei einem Stau groß, diesen einfach auf einer Nebenstrecke zu umfahren. Auf Landstraßen kommen Autofahrer in vielen Fällen jedoch nicht schneller voran als auf der Autobahn. Die engeren Strecken sind nämlich dann oft überfüllt, weil andere Fahrer die gleiche Idee hatten.

Und selbst, wenn sie es nicht sind, sorgen Tempo-Schilder und Ampeln für ein nur langsames Vorankommen. Hilfreich kann in dem Fall das Navigationssystem sein. Zeigt dieses eine große Zeitersparnis beim Umfahren des Staus oder eine Vollsperrung an, kann sich die Umfahrt auf Nebenstrecken lohnen.

Rettungsgassen sind tabu

Standstreifen und Rettungsgassen sind für im Stau stehende Autofahrer zwar äußerst verlockend, denn sie sind komplett frei, aber sollten nicht befahren werden. Hier drohen Geldbußen von bis zu 100 Euro und ein Punkt in Flensburg.

Beim Seitenstreifen gibt es jedoch eine Ausnahme: So zeigen bei Verkehrszeichen 223.1 drei weiße, nach oben gerichtete Pfeile auf einem blauen Untergrund an, dass der rechte Fahrbahnstreifen zum Befahren genutzt werden darf. Der rechte Pfeil ist dabei mittels einer weißen Linie von den anderen beiden abgetrennt. Das Schild 223.3 gibt dagegen vor, dass der Seitenstreifen geräumt werden muss. Es sieht ähnlich aus wie das erste, jedoch zeigt der rechte, weiße Pfeil nach links.

Quelle: n-tv.de, imi

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