Ratgeber

Saubere Hände gegen Corona Was nützen Desinfektionsmittel?

Ein Schild mit der Aufschrift

Zum Reinigen unterwegs geeignet - Desinfektionsmittel.

(Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild)

Im Frühjahr 2020 ändert sich so manches. Zum Beispiel ist Desinfektionsmittel kaum zu haben. Das hat sich geändert. Mittlerweile sind die Produkte überall verfügbar. Warentest hat geschaut, was die im Kampf gegen die Pandemie bringen.

Mitte März des vergangenen Jahres wird über die Ausbreitung und Gefahr des Coronavirus gerätselt. Im Gegensatz zur Maske sind Abstandhalten und Händereinigung da aber bereits als Schutzmaßnahmen ausgemacht. Letzteres am besten mit Desinfektionsmitteln. Was dazu führt, dass nicht nur gefühlt im Minutentakt gereinigt und desinfiziert wird, sondern das Reinigungsprodukt auch ruckzuck ausverkauft ist.

Schließlich gilt es, Infektions­ketten auch durch das gründliche Reinigen der Hände zu unter­brechen. Mittlerweile sind Desinfektionsmittel als Spray, Lösung oder Gel aber überall verfügbar. Der Frage, ob die Mittel auch wirksame Helfer im Kampf gegen die Pandemie sind, ist die Stiftung Warentest nachgegangen.

Coronaviren haben eine Schwach­stelle

Und stellt erst mal fest, dass es insbesondere zu Hause reicht, die Hände regel­mäßig zu waschen: mindestens 20 Sekunden lang, mit Seife oder milder Wasch­lotion. Ist das nicht möglich, etwa unterwegs in Supermarkt, Bus und Bahn, sind Desinfektions­mittel eine gute Alternative. Richtig angewendet, können sie dazu beitragen, Infektionsketten zu unter­brechen. Denn Coronaviren haben eine Schwach­stelle. Ihre Hülle besteht aus Fetten und Eiweißen. Desinfektions­mittel, die Alkohol enthalten - etwa hoch­prozentiges Ethanol oder Isopropanol -, können diese zerstören. Bei solchen Produkten handelt es sich in der Regel um Biozide, selten auch um Arzneimittel. Sie müssen zugelassen werden. Anders als für Kosmetik­produkte ist für Biozide keine Inhaltsstoffliste auf der Verpackung vorgeschrieben.

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Ob die Mittel gegen Coronaviren wirken, schreiben die Anbieter üblicher­weise auf die Packung. Konkret oder in Form allgemeiner Hinweise wie zum Beispiel "begrenzt viruzid". Der Fach­begriff sagt aus, dass die Mittel behüllte Viren unschädlich machen, zu denen neben Corona- etwa auch Grippeviren zählen. Produkte, die als "viruzid" gekenn­zeichnet sind, wirken auch gegen unbe­hüllte Viren, haben also ein breiteres Spektrum. Verbraucher sollten also schauen, welchen Hinweis das Mittel ihrer Wahl enthält.

Übrigens: Damit Desinfektions­mittel richtig wirken, sollten sie von den Fingerspitzen bis zu den Hand­gelenken verrieben werden. Auch auf Handrücken, Daumen, Finger­zwischenräume und Nagelfalze gehört das Mittel. Die Hände sollten an der Luft getrocknet und keinesfalls mit Stoff- oder Papier­hand­tüchern abgetrocknet werden.

Quelle: ntv.de, awi

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