Ratgeber

Das ist zu tun Wenn die EC-Karte weg ist

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Wer seine Karte zu spät sperren lässt, bleibt auf dem in dieser Zeit durch die Diebe verursachten Verlusten in aller Regel sitzen.

Eben noch hat man mit ihr bezahlt - jetzt ist sie weg, die Bank- oder Girokarte. Verloren, gestohlen? Egal. Jetzt gilt es schnell zu handeln - oder es kann sehr teuer werden.

Mehr als 90 Prozent der Deutschen besitzen eine Bank-, Giro- oder auch EC-Karte. Insgesamt sind über 100 Millionen von ihnen im Umlauf. Dabei nutzen 75 Prozent der Inhaber diese zur bargeldlosen Bezahlung im Einzelhandel. Und gelegentlich kommt eine von ihnen weg.

Egal, ob gestohlen oder verloren: Die Karte sollte bei Verlust in jedem Fall umgehend gesperrt werden. Im Anschluss danach sollte das Abhandenkommen unverzüglich der Polizei gemeldet werden. Denn nur so können sich die Inhaber vor etwaigen unrechtmäßigen Abbuchungen von ihrem Konto schützen, wie die Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) mahnt.

Gesperrt werden sollte die Karte bei der kontoführenden Bank oder der zentralen Sperr-Notrufnummer 116 116. Damit wird zumindest der Einsatz der Girokarte in Verbindung mit der Geheimzahl direkt unterbunden. Das Konto ist dann für das Abheben von Bargeld am Automaten und Kartenzahlungen mit PIN-Eingabe gesperrt. Die Sperrvermittlung ist 24 Stunden am Tag erreichbar, eine gesonderte Registrierung ist nicht erforderlich und der Anruf ist aus dem Inland kostenlos.

Nach der Anzeige bei der Polizei nimmt diese die sogenannte Kuno-Sperrung vor und informiert die zentrale Meldestelle des Handels, sodass elektronische Lastschriftverfahren mit Unterschrift ausgeschlossen sind. Wer seine Karte zu spät sperren lässt, bleibt auf dem in dieser Zeit durch die Diebe verursachten Verlusten in aller Regel sitzen.

Allerdings weist die vzhh darauf hin, dass auch ohne PIN bereits Abhebungen an Geldautomaten erfolgt sind, wie die Praxis zeigt - obgleich die PIN nirgends vermerkt war. Vor Gerichten kommen Verbraucher bei Streitigkeiten mit der Bank mit diesem Einwand jedoch sehr häufig nicht durch, denn die Richter urteilen, dass Abbuchungen vermutlich auf einen schludrigen Umgang mit der PIN zurückzuführen seien.

Aus diesem Grund sollten Verbraucher ihre Kontobewegungen in der Zeit nach dem Karten-Verlust regelmäßig prüfen, denn nicht alle Händler sind in das Kuno-Meldesystem eingebunden. Wird Geld abgebucht, kann die Lastschrift dann problemlos binnen sechs Wochen widerrufen werden.

Quelle: ntv.de, awi

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