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Essen ohne Reue Wie gut sind Garnelen?

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(Foto: imago/blickwinkel)

Viel Eiweiß, wenig Fett und lecker: Garnelen sind bei Schlemmern derart begehrt, dass der Bedarf längst nicht mehr nur durch Wild-Garnelen gedeckt werden kann. Die Krustentiere werden auch gezüchtet. Was beide Arten taugen, hat Stiftung Warentest untersucht.

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: der Verzehr von Garnelen gefährdet nicht die Gesundheit. Zumindest wenn diese nicht übermäßig genossen werden. Dies ergab eine Untersuchung von 20 tiefgekühlten, geschälten Produkten der Wasserbewohner. Dabei ist es egal, ob die Tiere aus dem Meer oder Süßwasser stammen und ob sie groß oder klein sind. Weder Medikamentenrückstände noch Krankheitserreger oder Schwermetalle wurden in besorgniserregender Menge bei einer Untersuchung der Stiftung Warentest gefunden. Und auch nicht schlecht: fast die Hälfte der getesteten Produkte schnitt "gut" ab - nur einmal gab es ein "mangelhaft".

Und ob gegrillt oder gebraten oder sogar roh, Garnelen haben sich längst vom einstigen Luxusgut zur erschwinglichen Discounterware entwickelt. Was nicht zuletzt durch Zucht in sogenannten Aquakulturen möglich wurde. Dementsprechend langen die Deutschen zu. Mehr als 500 Gramm werden hierzulande von den Tieren pro Jahr verspeist. 100 Gramm sind oft schon für unter 2 Euro zu haben.

Bei so vielen guten Nachrichten darf allerdings der Hinweis nicht fehlen, dass die oftmals betriebene Intensivzucht dem Ökosystem der Meere schadet. Denn für die erforderlichen Zuchtteiche müssen nicht selten Mangrovenwälder weichen. Aber es trifft auch die Menschen, die seit Generationen in den betroffenen Gebieten fischen oder Reis anbauen. Schlemmer sollten deshalb auf ein Nachhaltigkeitssiegel auf den Garnelen-Verpackungen achten, als da wären: "Bio", "Naturland", "ASC" oder "MSC", welches immerhin 10 der getesteten Waren tragen.  

Den Testsieg bei den großen, rohen Warmwassergarnelen konnten die Alnatura Origin Garnelen für sich verbuchen. Die Zuchtgarnelen stammen aus Costa Rica und sind für durchschnittlich 2,67 Euro pro 100 Gramm zu haben ("gut", 2,0). Auch "gut" sind unter anderem die Sea Gold Garnelen-Schwänze Classic" von Netto und die "Tip King Prawns Natur" von Real (beide 2,1, 1,78 Euro).

Nicht gereicht hat es für die "Three Coconut Tree Black Tiger Garnelen", denn das Produkt erhält dann doch zu viele Schadstoffe, namentlich Perchlorat. Und auch wenn davon keine akute Gesundheitsgefährdung ausgeht, gab es hierfür von den Testern ein "mangelhaft".

Bei den großen, gekochten Warmwassergarnelen lag der Heimlieferdienst Eismann im Test vorn ("gut", 1,8, 4,40 Euro pro 100 Gramm). Ebenfalls ein "gut" konnten die Bio Organic Shrimps" von Ristic ergattern ("gut", 2,2/3,75 Euro pro 100 Gramm). Beide Produkte stammen aus Aquakulturen.     

Quelle: n-tv.de, awi

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