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Was ändert sich 2018 … … bei Banken und Geld?

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Die 500-Euro-Note wird 2018 zum letzten Mal gedruckt.

(Foto: imago/Future Image)

Man braucht nicht unbedingt eine Glaskugel, um in die Zukunft zu schauen. Viele Neuerungen und Gesetze, die 2018 kommen werden, stehen schon fest. Die folgenden Änderungen könnten für Bankkunden interessant sein.

Auch 2018 werden Banken Gebühren erhöhen und Zinsen senken. Für die Kunden gibt es aber auch Positives. Zum Beispiel können sie demnächst Geld in Sekundenschnelle von einem Konto aufs andere überweisen.

Überweisungen in Echtzeit

Online-Überweisungen müssen am nächsten Geschäftstag beim Empfänger sein, das ist gesetzlich festgelegt. Wird das Geld am Freitag losgeschickt, kann es aber immer noch bis Montag dauern, bis es auf dem Konto ist. Künftig lässt sich der Transfer deutlich beschleunigen. Mit "Instant Payment" können Privatkunden innerhalb der Eurozone Überweisungen in Echtzeit ausführen. Zahlungen kommen dann innerhalb von zehn Sekunden an, ganz egal, wann sie aufgegeben werden.

Nach den Vorgaben der Europäischen Zentralbank soll Instant Payments ab November 2018 eingeführt werden. Wahrscheinlich werden die ersten Anbieter aber schon deutlich früher an den Start gehen, um Paypal und Co. nicht das Feld zu überlassen. Die Banken sind aber nicht verpflichtet, Echtzeitüberweisungen anzubieten, außerdem ist offen, ob sie die Kosten von 0,2 Cent pro Transaktion an die Kunden weitergeben.

Besteuerung von Investmentfonds

Wenn Investmentfonds Gewinne aus Mieten, Dividenden und Immobilienverkäufen haben, bleiben diese bislang steuerfrei. Der Fiskus interessiert sich nur für die Anleger. Sie zahlen 25 Prozent Abgeltungsteuer auf ihre Erträge und Kursgewinne. So war es bislang, doch ab 2018 werden die Karten neu gemischt. Dann werden bereits auf Fondsebene Körperschaftsteuern fällig. Weil bei den Privatanlegern dann weniger ankommt, müssen sie nur noch auf einen Teil ihrer Fondsgewinne Steuern zahlen. Wie groß der steuerfreie Anteil ist, hängt von der Art des Fonds ab. Bei offenen Immobilienfonds mit deutschem Anlageschwerpunkt sind es 60 Prozent, bei Aktienfonds 30 Prozent und bei Mischfonds 15 Prozent. Reine Rentenfonds sind von der Neuregelung ausgenommen.

Abschied vom 500er

Mit einem 500-Euro-Schein kann man im täglichen Leben nicht so viel anfangen. Tankstellen und Geschäfte weigern sich oft, die lilafarbene Banknote anzunehmen. Zum einen, weil sie um ihre Wechselgeldbestände fürchten. Zum anderen, weil gefälschte Scheine einen besonders großen Schaden hinterlassen würden. Dort, wo große Summen transferiert werden sollen, ist der 500er dennoch beliebt. Auch bei Kriminellen - und das wird dem Schein jetzt zum Verhängnis. Ab Ende 2018 sollen keine 500-Euro-Noten mehr gedruckt werden, das hat der Rat der Europäischen Zentralbank beschlossen. Die vorhandenen Scheine bleiben zwar im Umlauf, doch künftig wird es noch schwieriger, einen davon in die Hände zu bekommen.

Haftungsgrenze sinkt

Die erste Reaktion, wenn der Geldbeutel gestohlen wurde: Karten sperren. Doch was, wenn Betrüger dann schon Kasse gemacht haben? Ein finanzieller Totalschaden ist das normalerweise nicht, die betroffenen Kunden haften nur mit bis zu 150 Euro. Ab Januar 2018 wird die Grenze nochmal abgesenkt. Dann übernehmen die Banken alle Schäden, die über 50 Euro hinausgehen. Bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit, etwa wenn die PIN im Portemonnaie war, bleiben die Bestohlenen aber auf ihrem Schaden sitzen.

Quelle: n-tv.de, ino

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