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Sachsen-Anhalt AfD will Umweltscouts in ganz Sachsen-Anhalt einführen

Claudia Dalbert, Umweltministerin von Sachsen-Anhalt, spricht im Landtag. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

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Magdeburg (dpa/sa) - Die AfD hat im Landtag von Sachsen-Anhalt gefordert, mit sogenannten Umweltscouts gegen die Vermüllung der Natur in Sachsen-Anhalt vorzugehen. Das achtlose Wegwerfen von Plastik- und Aluminiumabfällen, aber auch etwa von Lacken, Farben oder Schlachtabfällen schade der Umwelt, sagte der AfD-Abgeordnete Andreas Gehlmann am Mittwoch im Landtag. Als Vorbild für einen Umgang mit dem Problem nannte Gehlmann die sogenannten Umweltscouts aus dem Landkreis Mansfeld-Südharz, die ehrenamtlich Müll sammeln und entsorgen. In einem Antrag forderte die AfD, dies landesweit einzuführen.

Umweltministerin Claudia Dalbert (Grüne) stimmte der Kritik an der Umweltverschmutzung und dem Lob für das ehrenamtliche Engagement zu, lehnte den Vorstoß der AfD aber unter anderem aus rechtlichen Gründen ab. Die Entsorgung von Abfällen sei Aufgabe der Kommunen, die das auch gut im Griff hätten. Die Organisation freiwilliger Müllsammlungen sei auch auf Kreisebene möglich, dafür bedürfe es keines Landtagsbeschlusses.

Auch Abgeordnete der anderen Fraktionen lobten das ehrenamtliche Engagement, betonten aber, dass auch viele andere Initiativen sich um das Problem kümmern. Ehrenamtliche Aufgaben könnten nicht von oben verordnet werden, sagte der Grünen-Abgeordnete Wolfgang Aldag. Der Landtag lehnte den AfD-Antrag ab und stimmte stattdessen einem Alternativantrag der schwarz-rot-grünen Regierungsfraktionen zu. Darin wird das Engagement der Umweltscouts gewürdigt, als erstes Ziel aber die Müllvermeidung ausgegeben.

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