Reise

Touren abseits der "Hopping-Busse" Berlin-Städtereise: Sightseeing mal anders

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Das Sightseeing-Angebot ist riesig. Doch die Berliner haben auch viele alternative Angebote.

(Foto: imago/Westend61)

Täglich strömen unzählige Touristenbusse durch Berlin. Wer beim nächsten Trip die Stadt einmal anders erleben möchte, sollte einen Blick auf diese Sightseeing-Alternativen werfen - von Joggingtouren und Unterwelten bis David Bowie.

Doppelstöckige Busse, Segways, Fahrrad- und Bootstouren, geführte Stadtspaziergänge zwischen Brandenburger Tor und Alexanderplatz: In Berlin gibt es jeden Tag massenhaft Angebote für Touristen, die eine Sightseeing-Tour machen wollen. Auch wer eine alternative Tour durch die Hauptstadt plant, hat viele Möglichkeiten, sie auf eine andere Art kennenzulernen. 

"Free Alternative Berlin Tours":

Es gibt viele Anbieter für Street-Art-Touren durch das alternative Berlin. Wer ein kleines Budget hat, kann eine der kostenlosen Touren mitmachen, die jeden Tag um 11 und 13 Uhr am Alexanderplatz starten. Der Tourguide wird über das Trinkgeld bezahlt - jeder zahlt also das, was er für angemessen hält. Die Tour dauert drei Stunden und soll das "wahre Berlin" zeigen. Touristen sollten eine U-Bahn-Ticket dabei haben.

"Berliner Unterwelten"-Führungen:

Berlin lässt sich auch von oben erkunden, aber die Unterwelten, die Stadt voller Tunnel, Bunkeranlagen aus dem Zweiten Weltkrieg - das sehen Touristen nicht so häufig. Es gibt verschiedene Themenrouten, die viel Geschichte vermitteln. Selbst Notoperationsbunker können innerhalb der geführten Touren besichtigt werden. Die Preise sind abhängig von der ausgewählten Tour. Der Verein "Berliner Unterwelten" bietet außerdem Sondernführungen mit Zeitzeugen an. Hier wird Geschichte aus erster Hand vermittelt.

Joggen und Staunen:

Wer sportlich ist und gerne joggt, der kann in Berlin eine 60 – oder 90-minütige Joggingtour mit Sightseeing buchen. Alternativ wird das Ganze auch als Nordic- Walking-Tour angeboten. Die Preis variieren bei den verschiedenen Anbietern – je mehr Leute dabei sind, desto günstiger wird es. Wenn man will, kann man auch mit Fremden gemeinsam die Stadt erkunden, bei einem Lauftreff. Die Kilometerzahl hängt von der gebuchten Tour und auch von der Fitness der Teilnehmer ab.

"Berlin Currywurst Tour":

In Berlin kommt kaum ein Tourist um die Currywurst herum und natürlich gibt es dazu passend auch eine Sightseeing-Tour mit vielen Kostproben – beim Kauen des berühmten Imbisses sind auch allerhand Berliner Currywurst-Anekdoten dabei. Während der 3,5-stündigen Tour wird eine echte Metzgerei besucht. Preis auf Anfrage.

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Passend zum Currywurst-Kult gibt es eine Tour.

(Foto: imago stock&people)

"Eat the World Tour":

Einen Berliner Kiez essend kennenlernen - das klingt nicht nur lecker, sondern auch spannend. Ob Neukölln, Kreuzberg, Friedrichshain, Schöneberg oder Prenzlauer Berg - in der Hauptstadt können Touristen vielen kulinarische Routen wählen. Kiez-Sightseeing wird mit lokalem Essen kombiniert. Die Neukölln-Tour kostet beispielsweise 33 Euro.

"Bowie Berlin Tour" - "Berlin Musictorus":

Für echte Bowie-Fans ist diese Tour genau das Richtige: Auf den Spuren seiner Berlin Zeit geht es in die Hansa-Studios, wo David Bowie und Iggy Pop gemeinsam Songs aufnahmen. Danach geht es mit dem Bus weiter durch die Kieze Berlins, die für David Bowie wichtig waren. Die Tour dauert drei bis vier Stunden. Preise und Termine auf Anfrage

Außerdem gibt es auch allgemeine Touren zur Berliner Musikgeschichte: Die Spuren von David Bowie, die Loveparade und MTV Berlin sind unter anderem Themen dieser 2,5-stündigen Bustour. Während der Tour werden passende Videos eingespielt, die die Musikfans in die jeweilige Zeit zurückversetzen. Kostenpunkt: 29 Euro pro Person. Die Tour findet auf Deutsch und Englisch statt.

Quelle: ntv.de, sgu