Reise
Am Strand in Barcelona: Trotz Anschlag lassen sich Urlauber hier die Stimmung nicht verderben.
Am Strand in Barcelona: Trotz Anschlag lassen sich Urlauber hier die Stimmung nicht verderben.(Foto: imago/imagebroker)
Freitag, 10. November 2017

Einige Länder ausgenommen: Reiselust auch in Terrorzeiten riesig

Die Reisenden auf der ganzen Welt lassen sich auch von Terror nicht abhalten: Im Jahr 2017 gibt es sogar mehr Reisende als je zuvor, wie eine aktuelle Erhebung der Tourismusbranche zeigt. Einige Länder jedoch können nicht profitieren.

Terroranschläge in London, Barcelona oder Stockholm schrecken Reisende kurzfristig auf, allerdings sind laut dem aktuellen "World Travel Monitor" Städtereisen, selbst dorthin, wo es Anschläge gab, immer noch eine der beliebtesten Urlaubsformen.

Trotz der vielen negativen Ereignisse in den letzten Monaten stieg die Anzahl der Kurztrips in diesem Jahr um 16 Prozent. Insgesamt befindet sich die Reisebranche weltweit auf einem Wachstumskurs, denn in den ersten acht Monaten des Jahres ist die Anzahl der Auslandsreisen um sechs Prozent angestiegen.

Das Urlaubsland Spanien erlebt in diesem Jahr ein Besucherplus von elf Prozent. Damit zeigt sich erneut, dass viele Touristen das Land als sicher empfinden - und es anderen Urlaubsländern vorziehen. Insgesamt verzeichnet Europa über fünf Prozent mehr Gäste aus dem Ausland im Vergleich zum Vorjahr. Asien hatte fünf Prozent mehr internationale Besucher, Nordamerika rund drei Prozent.

Kein Trump-Effekt

Laut aktuellen Statements von deutschen Reiseveranstaltern gibt es bei den Amerika-Reisen keinen negativen "Trump-Effekt", den viele nach der umstrittenen Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten befürchteten.

Der größte deutsche Veranstalter Tui spricht mit Blick auf die USA von einem "fulminanten Start in die Sommersaison 2017", der sich im Jahresverlauf zwar etwas abgeschwächt habe - am Ende stand aber ein Plus bei der Gästezahl. "Einen Trump-Effekt sehen wir mit Blick auf unsere Entwicklung nicht. Wir hatten ein starkes USA-Jahr", sagt Sprecherin Anja Braun. Auch der Wechselkurs könnte damit zusammenhängen.

Andere Länder, die von mehreren Terroranschlägen betroffen waren, haben dagegen noch immer wenig Zuspruch. Dazu zählen Ägypten und die Türkei. Beide Länder versuchen mit großen Angebots-Offensiven mehr Urlauber in ihre Länder zu holen. Für den Winter 2017/18 könnte es für den Tourismus in Ägypten wieder etwas besser aussehen. Die Buchungszahlen entwickeln sich jedenfalls positiv.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen