Reise

Dobrindt forciert Zug-Internet Verbände fordern WLAN im Regio-Verkehr

85433864 (1).jpg

Wird neben den ICEs auch der Nahverkehr mit internetfähiger Technik ausgestattet?

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Deutsche Bahn bietet seit Anfang des Jahres in ihren ICEs kostenloses WLAN an. Die Fahrgastverbände fordern nun, dass der ganze Regionalverkehr ans Netz geht. Auch Minister Dobrindt setzt sich dafür ein. Die DB testet das Vorhaben schon vorsichtig.

Kostenloses Internet müsste es nach Ansicht von Fahrgast-Verbänden nicht nur im ICE, sondern auch in U-Bahnen und Regionalzügen geben. "In allen Zügen des Nahverkehrs müsste das heute Standard sein, damit Anschlussinformationen verfügbar sind", sagt der Ehrenvorsitzende des Verbands Pro Bahn, Karl-Peter Naumann. Auch der Berliner Fahrgastverband IGEB plädierte für bessere Internetverbindungen in den Tunneln. Vielfach könnten Fahrgäste nicht mehr nachschauen, wo sie umsteigen müssten, wenn sie einmal unterwegs seien, sagt der stellvertretende Vorsitzende Jens Wieseke. Auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt setzt sich für kostenlose Internetverbindungen auch in Regionalzügen ein. Er fordere die Verkehrsminister der Länder auf, das als Anforderung in die Ausschreibungen für neue Züge aufzunehmen, sagte Dobrindt.

In Hochgeschwindigkeitszügen der Deutschen Bahn surfen Fahrgäste seit Jahresbeginn auch in der zweiten Klasse kostenlos im Internet. In der ersten Woche hätten mehr als eine halbe Million ICE-Fahrgäste das WLAN mehr als 70 Millionen Minuten lang genutzt, sagte Bahnchef Rüdiger Grube. Er will nun auch die Telefonverbindungen stabiler machen und ein Online-Unterhaltungsprogramm anbieten. Besonders wichtig ist der Internet-Zugang nach Einschätzung von Pro Bahn aber nicht im ICE, sondern in den Regionalzügen auf dem Land. Hier sei die Handyverbindung teils noch schlecht und Anschlusszüge führen seltener als in der Stadt. Deshalb sei es umso wichtiger, dass Fahrgäste bei einer Verspätung schnell unterwegs nach alternativen Verbindungen suchen können.

Erste Tests im Nahverkehr laufen

Auf ersten Nahverkehrs-Strecken etwa zwischen Kiel, Lübeck und Lüneburg ist das WLAN nach Bahn-Angaben allerdings schon verfügbar. Die ersten Versuche gibt es also bereits. Doch Fahrgastverbände fordern die breite Ausstattung der Züge mit der neuen Technologie.

In Berlin, wo Telefonieren und Internet-Surfen in den U-Bahntunneln nach Einschätzung der Fahrgast-Vertreter schlechter funktioniert als beispielsweise in Hamburg, werden jetzt zumindest die Bahnhöfe aufgerüstet. Bis Ende 2018 soll es in allen 173 U-Bahn-Stationen WLAN-Hotspots geben. Derzeit ist der drahtlose Internetzugang an 74 der U-Bahnhöfe möglich. Im fahrenden Zug aber reißt die Verbindung meist ab.

Quelle: ntv.de, sgu/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen