Gold vs. PlatinumDas sind die größten Unterschiede der Amex-Kreditkarten

American Express (kurz: Amex) bietet mehrere Kreditkarten an. Besonders die Gold und die Platinum Card stehen dabei oft zur Wahl – zwei Modelle, die zwar ähnliche Grundfunktionen bieten, aber hinsichtlich Leistungen, Preis und Zielgruppe deutlich auseinandergehen.
Während beide Karten mit Vorteilen beim Reisen, einem Bonusprogramm und farbigem Design werben, liegt der Teufel im Detail. Für wen lohnt sich welches Modell – und welche Alternativen gibt es außerhalb des American-Express-Universums?
Amex Gold vs. Platinum Card: Kosten und Grundausstattung
Ein zentraler Unterschied liegt im Preis. Die Amex Gold Card kostet 240 Euro jährlich (20 Euro monatlich) und bietet dafür ein solides Paket, bestehend aus einer Metallkarte (wahlweise in Roségold) inklusive Reiseversicherungen und Zugang zum Membership Rewards Programm.
20 Euro im Monat
40.000 Membership Rewards Punkte für Neukunden
Neue Vorteile: Kreditkarte aus Metall (und wahlweise in Roségold), bis zu 290 Euro jährliches Mobilitätsguthaben (Sixt und Freenow), 80 Euro jährliches Lodenfrey-Guthaben, 20 Prozent Roaming-Gutschrift, Gha Discovery Gold Status, Schlüsselversicherung
Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.
Die Amex Platinum Card bewegt sich mit einer Jahresgebühr von 720 Euro (60 Euro monatlich) in einer anderen Liga. Der hohe Preis spiegelt sich jedoch in einem umfassenderen Leistungsspektrum wider – insbesondere für Vielreisende oder Menschen mit einem gehobenen Lifestyle könnte diese Karte deshalb die bessere Wahl sein.
60 Euro im Monat
75.000 Membership Rewards Punkte für Neukunden
Leistungen: 150 Euro jährliches Restaurantguthaben, 200 Euro jährliches Online-Reiseguthaben, 90 Euro jährliches Shoppingguthaben, weltweiter Airport-Lounge-Zugang (inkludierter Priority Pass)
Beide Kreditkarten kommen darüber hinaus mit unterschiedlichen integrierten Reiseversicherungen daher. Ob sich diese für den Karteninhaber individuell lohnen, ist vorher genau zu prüfen. Stiftung Warentest etwa empfiehlt, Reiseversicherungen wie Auslandskrankenschutz und eine Reiserücktrittsversicherung separat abzuschließen.
Statusvorteile und Lifestyle-Komfort
Ein klarer Pluspunkt der Platinum Card sind die zahlreichen Status-Upgrades:
Hilton Honors Gold
Marriott Bonvoy Gold Elite
Radisson Rewards Premium
Hertz, Avis und Sixt Preferred Programme
Diese Statuslevel bringen Vorteile wie Zimmer-Upgrades, garantierten Late-Check-out oder kostenfreies Frühstück mit sich – ein echter Mehrwert für Menschen, die viel unterwegs sind und dabei ein Plus an Komfort schätzen.
Zusätzlich erhalten Platinum-Kunden exklusiven Zugang zu Events, Concierge-Services, Restaurant-Reservierungen und Vorverkaufsrechten für Konzerte oder Shows. Die Gold Card bietet in diesen Bereichen nur eingeschränkten Zugang.
Membership Rewards und Zusatzkarten
Beide Karten nehmen am Membership Rewards Programm teil, das Punkte für Umsätze vergibt und vielfältige Einlösemöglichkeiten bietet – von Prämien über Reisen bis hin zu Gutscheinen oder Punktetransfers zu Vielfliegerprogrammen. Die Platinum Card bietet durch Sonderaktionen und mehr Flexibilität beim Punkte-Einsatz zusätzliche Anreize.
Auch bei den Zusatzkarten gibt es Unterschiede:
Gold Card: eine kostenlose Zusatzkarte (Plastik)
Platinum Card: eine Metall-Partnerkarte inklusive, plus bis zu vier weitere kostenlose Zusatzkarten mit ausgewählten Vorteilen
Design und Material
Beide Karten bestehen mittlerweile aus Metall. Für manche Nutzer ein entscheidender Faktor, für andere nur ein netter Bonus.
Weitere Lese-Tipps zu den Amex-Kreditkarten:
Alternative außerhalb von Amex: Die Eurowings Premium von Barclays
Für alle, die sich ähnliche Leistungen wünschen, aber außerhalb des Amex-Netzwerks nach Alternativen mit mehr Akzeptanz suchen, könnte die Eurowings Premium Kreditkarte von Barclays eine Option sein.
Diese Karte bietet:
10.000 Willkommensmeilen
36 Monate Meilengültigkeit
Kostenlose Sitzplatzreservierung
Priority-Check-in und Fast-Lane-Zugang bei ausgewählten Airlines
Keine Jahresgebühr im ersten Jahr (danach 99 Euro)
Meilen sammeln mit jedem Umsatz (pro zwei Euro Kartenumsatz, eine Meile)
Höhere Akzeptanz durch das Visa-Netzwerk
Kostenlose Bargeldabhebungen und keine Fremdwährungsgebühr weltweit
Im ersten Jahr ist keine Jahresgebühr fällig, danach kostet die Kreditkarte 99 Euro im Jahr – und ist damit deutlich günstiger als die Amex Gold oder Platinum Card. Die Leistungen klingen dennoch vielversprechend. Gerade für Vielreisende, die häufig außerhalb der typischen Amex-Partnerstruktur unterwegs sind, stellt die Barclays-Kreditkarte Eurowings Premium eine lohnenswerte Option dar.
Fazit: Welche Karte passt zu welchem Nutzungsverhalten?
Welche Karte infrage kommt, hängt in erster Linie vom individuellen Nutzungsverhalten ab. Die Amex Gold Card richtet sich eher an Personen, die gelegentlich reisen und grundlegende Zusatzleistungen nutzen möchten. Für Vielreisende, die zusätzliche Services wie Lounge-Zugang und Hotel- oder Mietwagen-Statusvorteile schätzen, bietet die Amex Platinum Card ein entsprechend erweitertes Leistungsspektrum.
Wichtig ist dabei ein genauer Blick ins Kleingedruckte: Viele Leistungen sind an bestimmte Voraussetzungen, Buchungswege oder Mindestumsätze geknüpft. Wer gezielt vergleichen möchte, sollte daher nicht nur auf die Jahresgebühr, sondern auch auf die tatsächliche Nutzbarkeit der Extras achten.
Wer nach einer Kreditkarte mit ähnlichen Reisevorteilen sucht, aber auf ein breiter akzeptiertes Zahlungssystem setzen möchte, findet mit der Eurowings Premium (Visa) von Barclays eine mögliche Alternative mit alltagstauglichem Leistungsprofil.