Unter 500 EuroSmartphone-Mittelklasse-Modelle bieten viel fürs Geld

Gute Smartphones müssen nicht teuer sein. Viele Hersteller bieten mittlerweile starke Geräte unter 500 Euro an, die bei Kamera, Display und Performance überzeugen können. Wir stellen die Handy-Mittelklasse vor.
Ein gutes Smartphone muss längst nicht mehr teuer sein. Während Flaggschiffe wie das Samsung Galaxy S25 Ultra mit sehr guten Materialien und Zusatzfunktionen auftrumpfen, konzentrieren sich Modelle unter 500 Euro auf die wichtigsten Punkte – und bieten im Alltag oft erstaunlich viel Leistung. Die Betriebssystem-Auswahl bleibt dabei allerdings begrenzt: In dieser Preisklasse dominiert Android. Selbst Apples günstigere iPhones wie das iPhone 16e liegen meist spürbar über der 500-Euro-Marke. Wir zeigen, welche Modelle sich lohnen.
Samsung Galaxy A56: Das typische Mittelklasse-Smartphone
Das Samsung Galaxy A56 ist dabei ein typisches Mittelklasse-Smartphone mit Android-Betriebssystem. Das Gerät liefert laut Chip.de-Test ordentlich Leistung für Alltagsaufgaben, ist im 5G-Netz einsetzbar und überzeugt mit großem OLED-Display und guter Kamera – und das für deutlich unter 300 Euro.
Das Samsung Galaxy A56 im Überblick
Display: 6,7 Zoll Super AMOLED, 2.340 x 1.080 Pixel, 120 Hertz
Prozessor: Exynos 1580
Speicher: 128 bis 256 GB
Kameras: 50-Megapixel-Hauptkamera, 12-Megapixel-Frontkamera
Akku: 5.000 mAh
Betriebssystem: Android 16
Nachteil der Samsung-Mittelklasse: High-End-Extras wie kabelloses Laden und die großen "Galaxy AI"-Funktionen der S-/Z-Modelle fehlen. Ganz ohne KI bleibt das A56 aber nicht: Unter Samsungs "Awesome Intelligence" sind unter anderem Google-Funktionen wie "Circle to Search" verfügbar. Dafür stimmt aber eben auch der Preis: Unter 300 Euro ist das Galaxy A56 ein alltagstaugliches Smartphone, das sich gerade beim Display nicht hinter deutlich teureren Geräten verstecken muss.
Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.
Google Pixel 9a: Googles aktuelles Budget-Smartphone
Mit dem Mittelklasse-Handy Pixel 9a rundete Android-Erfinder Google sein Smartphone-Lineup der Neuner-Reihe im April 2025 ab. Tests von Fachmagazinen wie Computer Bild bescheinigen dem Pixel 9a eine überzeugende Alltagsleistung und schöne, farbstarke Fotoqualität dank der 48-Megapixel-Hauptkamera.
Google Pixel 9a im Überblick
Display: 6,3 Zoll OLED, 2.424 x 1.080 Pixel, 120 Hertz
Prozessor: Google Tensor G4
Speicher: 128 bis 256 GB
Kameras: 48-Megapixel-Hauptkamera, 13-Megapixel Ultraweitwinkel, 13-Megapixel-Frontkamera
Akku: 5.100 mAh
Betriebssystem: Android 16
Ebenfalls interessant: Google spendiert auch seiner Mittelklasse die volle KI-Funktionalität. Der Tensor-G4-Chip ermöglicht sowohl Gemini-Funktionen als auch "Circle to Search" beziehungsweise KI-Bildbearbeitung mit dem Magic Eraser. Gleichzeitig überzeugt die Leistung des Google-Chips generell. Laut Experten ist der nicht weit vom "großen" Pixel 9 entfernt. Somit ist mehr als genug Power für alle üblichen Smartphone-Anwendungen vorhanden. Gut ist auch der große Akku, der eine sehr ordentliche Laufzeit des Mittelklasse-Handys garantiert.
Xiaomi Redmi Note 15 Pro 5G: Beinahe-Flaggschiff für 300 Euro
Xiaomis Redmi-Note-Reihe ist schon seit Jahren eine feste Größe in der Mittelklasse. Das Redmi Note 15 Pro 5G setzt den Fokus vor allem auf Akkulaufzeit, Display und eine hoch auflösende Hauptkamera. Im Test von Chip.de kommt vor allem das große, helle Display sehr gut weg.
Xiaomi Redmi Note 15 Pro 5G im Überblick:
Display: 6,83 Zoll AMOLED, 2.772 × 1.280 Pixel, 120 Hz
Prozessor: MediaTek Dimensity 7400-Ultra
Speicher: 256 bis 512 GB
Kameras: 200 MP Hauptkamera + 8 MP Ultraweitwinkel, 20-Megapixel-Frontkamera
Akku: 6.580 mAh
Betriebssystem: Android 15
Auch die Kamera trumpft mit 200 Megapixel Auflösung auf – hält in Tests aber nicht ganz mit den Kameras der Flaggschiff-Modelle mit. Dafür stimmt die Akkulaufzeit, die von Chip.de ebenfalls positiv hervorgehoben wird. Dazu stimmt auch hier der Preis: Das Redmi Note 15 Pro 5G gibt es derzeit für knapp über 300 Euro.
Nothing Phone (3a): Spannende Design-Alternative
Das Nothing Phone 3a von Hersteller Nothing ist vor allem bei der Designsprache eine erfrischende Alternative zum üblichen Smartphone-Einerlei. Der Hersteller setzt auf eine auffällige Rückseite mit "Durchblick"-Gefühl, die beinahe zu schade ist, um sie in einem Case zu verstecken. Auffällig sind auch Display und Kamera: Die Experten der Tech-Kollegen von Chip.de loben das Nothing Phone (3a) im Test für seine gute Bilddarstellung und überzeugende Fotoqualität.
Nothing Phone (3a) im Überblick:
Display: 6,7 Zoll AMOLED, 1.080 × 2.392 Pixel, 120 Hertz
Prozessor: Qualcomm Snapdragon 7s Gen 3
Speicher: 128 bis 256 GB
Kameras: 50-Megapixel-Hauptkamera, 50-Megapixel Tele, 8-Megapixel Ultraweitwinkel, 32-Megapixel-Frontkamera
Akku: 5.000 mAh
Betriebssystem: Android 15
Laut internationaler Testberichte ebenfalls überzeugend: die KI-Anwendung Essential Space. Dieses "Gedächtnis" des Smartphones verarbeitet Bilder, Screenshots, Notizen oder Audio-Aufnahmen und erfasst wichtige Informationen, Termine oder andere Inhalte. Die Software ist laut Hersteller anschließend in der Lage, daraus automatische Push-Benachrichtigungen und Termine zu erstellen.
Xiaomi Poco X7 Pro: Mittelklasse-Smartphone im Kunstleder-Look
Auch wenn der chinesische Tech-Konzern Xiaomi zuletzt mit seinen Elektro-Fahrzeugen Aufsehen erregte: Hauptsächlich steht die Marke nach wie vor für Verbraucher-Elektronik mit leistbaren Preisen. So ist es kein Wunder, dass der Hersteller mit dem Poco X7 auch ein ordentliches Mittelklasse-Smartphone für deutlich unter 500 Euro im Produktaufgebot hat. Besonderer Hingucker ist hier die gelb-schwarze, mit Kunstleder überzogene Rückseite des Handys.
Xiaomi Poco X7 Pro im Überblick:
Display: 6,67 Zoll AMOLED, 1.080 × 2.392 Pixel, 120 Hertz
Prozessor: MediaTek Dimensity 8400 Ultra
Speicher: 256 bis 512 GB
Kameras: 50-Megapixel-Hauptkamera, 8 Megapixel Ultraweitwinkel, 20-Megapixel-Frontkamera
Akku: 6.000 mAh
Betriebssystem: Android 15
Das Xiaomi Poco X7 Pro ist laut Testberichten ein sehr rundes Smartphone für unter 500 Euro. Nachteile gibt es allerdings bei der Variante mit kleinerem Arbeitsspeicher. Hier sollte der Aufpreis für die Zwölf-Gigabyte-Variante in Kauf genommen werden, um besseres Multitasking zu ermöglichen.
Gutes Display, großer Speicher: Motorola edge50 neo
Wer deutlich unter 500 Euro bleiben möchte und bei seinem Smartphone vor allem ein handliches Format, ein sehr scharfes pOLED-Display und eine vielseitige Kamera sucht, liegt beim Motorola edge50 neo sicher nicht ganz verkehrt. Das Modell bringt eine Triple-Kamera und laut Tests auch solide Leistung mit – und liegt preislich spürbar unter der 300-Euro-Marke.
Motorola edge50 neo im Überblick:
Display: 6,36 Zoll pOLED, 2.670 × 1.220 Pixel, 120 Hertz
Prozessor: MediaTek Dimensity 7300
Speicher: 512 GB
Kameras: 50-Megapixel-Hauptkamera, 13-Megapixel-Ultraweitwinkel, 10-Megapixel-Tele, 32-Megapixel-Frontkamera
Akku: 4.310 mAh
Betriebssystem: Android 15
Ebenfalls auffällig: Für um die 260 Euro gibt es bei Motorola bereits einen 512 Gigabyte großen Speicher und stolze zwölf Gigabyte RAM. Das reicht für sehr viele Fotos und Anwendungen und ist spürbar mehr als bei ähnlich bepreisten Mitbewerbern. Wem vor allem viel an lokalem Telefon-Speicher liegt, sollte das edge50 neo in die engere Smartphone-Auswahl nehmen.
Fazit: Große Auswahl bei guten Smartphones unter 500 Euro – außer für Apple-Fans
Der Smartphone-Markt unter 500 Euro hat sich zu einer echten Alternative zu teuren Flaggschiff-Modellen entwickelt. Moderne Mittelklasse-Geräte bieten heute eine gelungene Kombination aus starker Performance, hochwertigen OLED-Displays und ausdauernden Akkus. Langfristige Update-Versprechen machen die Geräte dabei oft fast genauso langlebig wie ihre größeren Smartphone-Geschwister. Die Betriebssystem-Auswahl bleibt in der Mittelklasse allerdings eingeschränkt: Android dominiert, Apple-Fans müssen mehr Geld in die Hand nehmen. Wer keine Luxus-Features benötigt, findet hier aber gute Alltagsbegleiter zu fairen Preisen.



