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Künstler verärgern US-PräsidentÄrger um "American Idiot": Trump pöbelt und bleibt Super Bowl fern

24.01.2026, 18:48 Uhr
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Donald Trump beim Super Bowl 2025. (Foto: IMAGO/Imagn Images)

Vergangenes Jahr wohnt Trump als erster amtierender US-Präsident dem Super Bowl bei. In diesem Jahr verzichtet er auf einen Besuch des Finales der NFL. Nach eigenen Angaben ist ihm die Reise nach Kalifornien zu weit. Stattdessen schimpft er über die auftretenden Acts.

US-Präsident Donald Trump kommt nicht zum diesjährigen Super Bowl. Die US-Boulevardzeitung "New York Post" berichtete das unter Berufung auf ein Interview mit dem Republikaner. Zugleich äußerte Trump Kritik an den Musik-Acts beim Finale der US-amerikanischen Football-Liga NFL im Februar in Kalifornien. Die Künstler sind mehrheitlich Trump-kritisch.

Die US-Punkrockband Green Day tritt auf. Die drei Musiker um Sänger und Gitarrist Billie Joe Armstrong sollen die Eröffnungszeremonie bestreiten. Sie hatten zuletzt unter anderem ihren Welthit "American Idiot" für Trump umgedichtet: Aus "I'm not a part of a redneck agenda" wurde "I'm not a part of the MAGA agenda". Im Juni hatte Armstrong laut "Billboard Magazin" bei einem Auftritt gesagt: "Donald Trump und sein Kabinett sind eine faschistische Regierung". Es sei an der Zeit sich zu wehren. Und schon zur ersten Amtszeit, bei den American Music Awards 2016, hatten sie einen Sprechchor mit den Worten "No Trump, no KKK, no fascist USA" angestimmt. In der Halbzeit-Show soll der puerto-ricanische Rapper Bad Bunny auftreten.

Die Show ist fast so berühmt wie das Football-Finale selbst, das Ganze ist ein riesiges Medienereignis. Bad Bunny wird der erste Künstler sein, der die komplette Halbzeit-Show des meistgesehenen TV-Ereignisses der USA auf Spanisch performt. Trump sagte der "New York Post" auf die Frage nach den Künstlern: "Ich bin gegen sie. Ich halte das für eine schreckliche Wahl. Das Einzige, was sie bewirkt, ist, Hass zu säen. Schrecklich." Mit dem Säen von Hass kennt sich der Möchtegern-Autokrat schließlich aus.

Ursprünglich hatte Trump die Wahl von Bad Bunny "absolut lächerlich" genannt, obwohl er auch zugab: "Ich habe noch nie von ihm gehört." Auch konservative Politiker und Trump-nahe Gruppen hatten die Wahl von Bad Bunny bereits vor Monaten kritisiert und eine "All-American"-Alternative gefordert. Bad Bunny hatte damals Kritik an Abschiebungen und Razzien in den USA geübt und angekündigt, aus Sorge vor ICE-Einsätzen im Rahmen seiner Welttournee vorerst keine Konzerte in den USA zu spielen.

Dass er dem größten Livesport-Event weltweit dieses Mal fernbleiben wird, habe aber einen anderen Grund, führte Trump laut Zeitung aus. "Es ist einfach zu weit weg", sagte er demnach. 2025 war Trump als erster amtierender US-Präsident zum Super Bowl nach New Orleans gekommen. Damals hatte Rapper Kendrick Lamar ebenfalls mit einer hochpolitischen Show für Schlagzeilen gesorgt.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa

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