Sport

Bayer-Torspektakel reicht nicht BVB zittert sich in die CL, Hoffenheim jubelt

0ffe203f8953fed0e2abc8cb86f9e83e.jpg

Trotz einer Niederlage in Hoffenheim schafft der BVB die CL-Qualifikation, genau wie die TSG, die zum ersten Mal in der Königksklasse auflaufen wird.

(Foto: imago/foto2press)

Borussia Dortmund und die TSG Hoffenheim machen in einem furiosen Bundesliga-Finale die CL-Qualifikation perfekt. Trotz eines Torspektakels muss Bayer Leverkusen in die Europa League, genau wie RB Leipzig. Stuttgart blamiert die Meister-Bayern.

TSG Hoffenheim – Borussia Dortmund 3:1 (1:0)

Borussia Dortmund hat eine Horror-Saison mit viel Glück zu einem versöhnlichen Ende geführt. Der BVB unterlag zwar am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga 1:3 (0:1) beim direkten Konkurrenten 1899 Hoffenheim, schaffte aber dennoch den Einzug in die Champions League. Auch der TSG gelang die Qualifikation für die Königsklasse - zum ersten Mal in der Klubgeschichte. Marco Reus (58.) traf für den BVB. Andrej Kramaric (26.), Adam Szalai (63.) und Pavel Kaderabek (73.) waren für die Kraichgauer erfolgreich. Für beide Klubs ging es in dem "Endspiel" um Mehreinnahmen von gut 50 Millionen Euro. In der Europa League sind 30 Millionen weniger zu verdienen. Für den Österreicher Peter Stöger war es wahrscheinlich das vorerst letzte Spiel als Dortmunder Trainer.

Bayer Leverkusen - Hannover 96 3:2 (2:0)

Bayer Leverkusen hat den Sprung auf die Champions-League-Plätze trotz eines furiosen Auftritts am letzten Spieltag verpasst. Dem Team von Trainer Heiko Herrlich reichte der 3:2 (2:0)-Erfolg gegen das bereits vor dem Abstieg gerettete Hannover 96 nicht für die Teilnahme an der Königsklasse und muss sich mit dem Minimalziel Europa League zufrieden geben. Leverkusen verpasste nach der verkorksten letzten Saison im zweiten Jahr hintereinander die Teilnahme an der Champions League. Stürmer Lucas Alario (3./18.) brachte die Werkself vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena mit einem Doppelpack früh in Führung. Julian Brandt (55.) erhöhte auf 3:0. Niclas Füllkrug (90.+1) und Martin Harnik (90.+4) trafen für die Gäste. Außenverteidiger Wendell (6.) schoss einen Foulelfmeter rechts neben das Tor und verpasste eine noch deutlichere Führung zur Pause. Die Werkself musste sich ärgern, denn ein Kantersieg und die Qualifikation für die Champions League wäre locker möglich gewesen.

Hertha BSC - RB Leipzig 2:6 (1:3)

RB Leipzig hat sich auch in seinem zweiten Bundesligajahr für den Europapokal qualifiziert. Der Vizemeister der Vorsaison sicherte sich durch ein 6:2 (3:1)-Schützenfest am letzten Spieltag bei Hertha BSC den Startplatz für die Europa League in der kommenden Saison. Dayot Upamecano (2.), Ademola Lookman (8.), Jean-Kevin Augustin (22./54.), Nationalstürmer Timo Werner (49.) und Bruma (82.) machten mit ihren Treffern die Rückkehr der Leipziger auf die internationale Bühne perfekt. Für Berlin waren Torjäger Vedad Ibisevic (4.) in seinem 100. Spiel im Hertha-Trikot und Salomon Kalou (64.) erfolgreich.

FC Bayern München - VfB Stuttgart 1:4 (1:4)

Ein entfesselt aufspielender VfB Stuttgart hat die Meister-Party des FC Bayern München ganz empfindlich gestört. Vor dem Empfang der "Schale" ging der deutsche Fußball-Rekordchampion im ausverkauften Stadion mit 1:4 (1:2) unter. Eine Woche vor dem DFB-Pokalfinale in Berlin gegen Eintracht Frankfurt gab es nicht das von Jupp Heynckes erhoffte "Freudenfest" in seinem letzten Heimspiel als Bayern-Coach. Daniel Ginczek (5./55.), Anastasios Donis (42.) und Chadrac Akolo (52.) erzielten die Tore für die im Abschluss extrem effektiven Gäste. Das Tor zum 1:1 für die ausgekonterten Bayern schoss Corentin Tolisso (21.). Für die Bayern war es nach 38 ungeschlagenen Partien die erste Heimniederlage seit einem 1:2 gegen den Mainz 05 am 2. März 2016. Die Stuttgarter krönten auch ohne Nationalstürmer Mario Gomez, der am Freitag Vater geworden war, eine überragende Rückrunde unter Trainer Tayfun Korkut mit Platz sieben. Sollte Bayern den DFB-Pokal gewinnen, dürfte der VfB in der Qualifikation zur Europa League antreten.

FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt 1:0 (1:0)

Der Weg nach Europa führt für Eintracht Frankfurt nur über Berlin. Die Hessen verloren nach einer enttäuschenden Leistung ihr letztes Ligaspiel bei Vizemeister Schalke 04 mit 0:1 (0:1) und verpassten damit Platz sieben, der den Hessen sicher für die Qualifikation zur Europa League gereicht hätte. Stuttgarts furioser Sieg in München machte Frankfurt noch einen Strich durch die Rechnung, dadurch konnte der VfB noch an den Hessen vorbeiziehen. Guido Burgstaller (26.) erzielte den Treffer zum verdienten Sieg der Schalker. Eine Chance auf die Europapokal-Qualifikation bleibt dem Team des scheidenden Eintracht-Trainers Niko Kovac aber noch: Mit einem Sieg im DFB-Pokalfinale gegen Kovacs künftigen Arbeitgeber FC Bayern würde sich Frankfurt direkt für die Europaliga qualifizieren. Allerdings spricht die Formkurve gegen Frankfurt: Seit Bekanntwerden von Kovacs Wechsel nach München haben die Hessen von sechs Pflichtspielen nur zwei gewinnen können.

FSV Mainz 05 - SV Werder Bremen 1:2 (1:1)

Werder Bremen hat sich bei der Nicht-Abstiegs-Feier des FSV Mainz 05 als Partyschreck erwiesen. Zum Saisonabschluss feierten die Bremer einen 2:1 (1:1)-Sieg, der für beide Rivalen jedoch ohne Bedeutung war. Vor 34.000 Zuschauern brachte Jean-Philippe Gbamin die Mainzer in der 12. Minute in Führung, die Florian Kainz (23.) ausglich. Theodor Gebre Selassie (79.) besorgte das Siegtor für die Gäste, die die Spielzeit mit 42 Punkten auf Rang elf beendeten. Die Mainzer, die den Klassenverbleib in der Vorwoche durch ein 2:1 in Dortmund perfekt gemacht hatten, belegen in der Abschlusstabelle mit 36 Zählern den 14. Platz.

Quelle: n-tv.de, jgu/sid/dpa

Mehr zum Thema