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Boris Beckers Erfolgstrainer Der legendäre Bob Brett ist tot

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Eine äußerst erfolgreiche Tennis-Liaison: Boris Becker (l.) und Bob Brett 1987.

(Foto: imago sportfotodienst)

Die Tenniswelt trauert um Bob Brett. Der einstige Mentor von Boris Becker erliegt im Alter von 67 Jahren seinem Krebsleiden. Der Australier genoss in der Branche einen exzellenten Ruf und feiert auch unter anderem mit Nicolas Kiefer und Goran Ivanisevic große Erfolge auf der Tour.

Er machte Boris Becker zur Nummer eins der Welt, nun ist der australische Tennis-Trainer Bob Brett mit 67 Jahren an Krebs gestorben. Mit Brett an seiner Seite hatte Becker 1989 Wimbledon und die US Open gewonnen und eroberte mit dem Sieg bei den Australian Open 1991 die Spitze der Weltrangliste. Brett habe ihn stets "behandelt wie einen Erwachsenen", schrieb Becker in seiner Autobiografie "Augenblick, verweile doch". Er habe ihm gesagt: "Ich erwarte Bereitschaft, Disziplin, Willen, Pünktlichkeit. Drei Stunden Training morgens, drei Stunden nachmittags, was du danach machst, interessiert mich nicht."

"Er war sehr gut darin, das umzusetzen, was ich ihm sagte", erzählte Brett 2008 über die Zusammenarbeit mit Becker: "Sein Verständnis für Gegner war auch sehr gut, und ich ermutigte ihn, hart zu arbeiten, aber auch Erholung wertzuschätzen." Brett verdiente sich mit seinem Einsatz einen exzellenten Ruf auf der Tour und arbeitete unter anderem auch mit Deutschlands früherer Nummer eins Nicolas Kiefer und den Grand-Slam-Siegern Johan Kriek (Südafrika), Goran Ivanisevic und Marin Cilic (beide Kroatien) zusammen.

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"Er war einzigartig, hatte eine klare Linie, klare Vorstellungen", sagte Kiefer dem Sportinformationsdienst. Der 43-Jährige trauert um einen "echten Freund", der ihm bis zuletzt als Berater zur Seite stand, wie Kiefer in den Sozialen Medien schrieb: "Bob, ich werde Dich sehr vermissen." Star-Trainer Patrick Mouratoglou, Coach von Serena Williams, schrieb bei Twitter: "Ich bin extrem traurig über den Tod von Bob Brett, mit dem ich sechs Jahre lang zusammengearbeitet habe und der mir in meinen ersten Jahren als Trainer so viel beigebracht hat."

 "Er hinterlässt eine große Lücke", sagte der frühere australische Profi Paul McNamee, ein enger Freund von Bretts Familie, der Tageszeitung "The Herald Sun". "Er ist einer der unbesungenen Helden des australischen Tennis, wegen seines Einflusses, den er auf der ganzen Welt hatte." Der Familienvater wurde als ruhiger, stets freundlicher, aber auch sehr fordernder Coach geachtet

Quelle: ntv.de, tno/sid/dpa