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Skijäger enttäuschen in Finnland Deutsche Biathleten verpatzen Mixed-Staffel

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Anais Chevalier und Antonin Guigonnat aus Frankreich haben die Mixed-Staffel gewonnen.

(Foto: REUTERS)

In der Mixed-Staffel treten beim Biathlon Frauen und Männer gemeinsam an. Bei der Premiere der Disziplin hatte das deutsche Team den zweiten Platz belegt. In der zweiten Ausgabe aber verpasst es nach vielen Schießfehlern das Podest.

In Abwesenheit der beiden Olympiasieger Laura Dahlmeier und Arnd Peiffer ist die deutsche Mixed-Staffel beim Biathlon-Weltcup im finnischen Kontiolahti aufgrund schwacher Schießleistungen chancenlos geblieben. Das Quartett in der Formation Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld), Franziska Preuß (Haag), Erik Lesser (Frankenhain) und Benedikt Doll (Breitnau) musste sich nach zwei Strafrunden und zwölf Nachladern mit Rang sieben begnügen. Den Sieg nach 2 x 6 Kilometern und 2 x 7,5 Kilometern sicherte sich mit 1:31,2 Minuten Vorsprung auf das deutsche Team Italien (1 Strafrunde/13 Nachlader) vor der Ukraine (0/3), Dritter wurde Norwegen (0/9).

Damit teilten sich Italien und Norwegen den Sieg in der Weltcupwertung im Mixed. Zuvor hatte die Single-Mixed-Staffel mit Vanessa Hinz (Schliersee) und Roman Rees (Schauinsland) nur den elften Rang belegt.

Das deutsche Team kam schlecht ins Rennen, Startläuferin Hildebrand benötigte vier Nachlader und musste nach dem Stehendanschlag in die Strafrunde. Als "rumpelig" beschrieb Hildebrand ihre Leistung am Schießstand im ZDF. "Ich wollte es unbedingt besser machen, aber am Ende hat es auch nicht geklappt", sagte die Staffel-Weltmeisterin.

Da auch Preuß drei Ersatzpatronen benötigte, blieb der Rückstand zur Spitze groß. Lesser ging im Anschluss hohes Risiko, doch Sprint-Weltmeister Doll handelte sich stehend eine weitere Strafrunde ein. "Gefühlt hätte man nicht an den Start gehen können und hätte das gleiche erreicht", sagte Doll.

Dahlmeier (Partenkirchen) und Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) waren wie auch Simon Schempp (Uhingen) in beiden Mixed-Wettbewerben für die abschließenden Massenstarts am Sonntag (ab 13.30 Uhr) geschont worden. Schon ab Donnerstag steht in Oslo der nächste Weltcup auf dem Programm.

Quelle: ntv.de, chr/dpa/sid