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Berlin und Kiel wollen EHF-Sieg Deutschland-Cup mit europäischen Gästen

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Fabian Wiede (am Ball) traf mit seinen Füchsen aus Berlin nicht nur in der Bundesliga, sondern auch beim Pokal-Finalturnier in Hamburg auf den THW Kiel. Gut möglich, dass sich beide Teams am Sonntag wieder gegenüber stehen.

(Foto: imago images / Nordphoto)

Die Handball-Bundesligisten THW Kiel und Füchse Berlin sind die Favoriten beim Finalturnier um den EHF-Pokal in Kiel. In den vergangenen 15 Jahren gab es in diesem Wettbewerb 14 deutsche Siege. Gegen einen erneuten Triumph spricht: nichts. Die Frage ist vor allem: Welcher Trainer schreibt Geschichte?

Alfred Gislason will mit den Handballern des THW Kiel seinen 20. Titel holen, Berlins Velimir Petkovic mit seinem vierten Erfolg einen Rekord aufstellen. Beim Finalturnier um den EHF-Pokal in Kiel können beide Trainer Geschichte schreiben. Doch bevor es am Samstag zum Showdown kommt, müssen die Bundesligisten die Halbfinals überstehen.

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Will mit Kiel überraschenderweise ins Finale: Alfred Gislason.

(Foto: imago images / Kessler-Sportfotografie)

Kiel trifft am Freitag ab 18.45 Uhr auf TTH Holstebro aus Dänemark. Für die Berliner Füchse, die den Pokal im vergangenen Jahr gewonnen haben, geht es dann ab 20.45 Uhr gegen den 20-maligen portugiesischen Meister FC Porto. "Wir wollen unbedingt das Finale erreichen", sagt Gislason. 19 Titel hat der Isländer mit Kiel schon eingeheimst, im April gewannen die Zebras den deutschen Pokal. Gislason wird nach dieser Saison die Bundesliga verlassen und nach einer Pause wohl als Nationaltrainer arbeiten.

"Bei einem Finalturnier kann viel passieren"

Die Gastgeber sind der Topfavorit auf den Gewinn des EHF-Pokals. Dreimal trat der THW an, dreimal - 1998, 2002 und 2004 - holte er die Trophäe. In bisher acht Partien des aktuellen Wettbewerbs gab es acht Siege. Dazu haben die Norddeutschen ihre 21 Heimspiele im EHF-Pokal allesamt gewonnen. Gislason warnt dennoch: "Holstebro spielt typisch dänisch: technisch super, schnell und variabel. Es ist ein Finalturnier. Da kommt es auf jede Sekunde, jedes Tor an." Und Kapitän Domagoj Duvnjak sagt: "Wir müssen auf uns schauen und konzentriert sein. Denn bei einem Finalturnier kann viel passieren, wenn man einen Moment nicht zu 100 Prozent fokussiert ist."

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Petkovic kann als erster Trainer den EHF-Pokal zum vierten Mal gewinnen. Vor dem Sieg mit den Füchsen im vergangenen Jahr hatte er bereits 2011 und 2012 mit Frisch Auf Göppingen triumphiert. Er will ebenfalls nichts von der Favoritenrolle im Halbfinale wissen. Porto hatte in der Qualifikation den SC Magdeburg eliminiert und in der Gruppenphase alle Spiele gewonnen. "Sie sind groß und breit. Somit stellen sie eine kompakte 6:0-Deckung", sagt Petkovic.

Kämpferisch gibt sich in jedem Fall Berlins Sportkoordinator Volker Zerbe: "Wir haben diesen Titel im letzten Jahr gewonnen, und auch in dieser Saison gehörte das Erreichen des Final Four zu unseren großen Saisonzielen. Das haben wir geschafft, aber jeder Sportler will jetzt mehr - und so auch wir", sagt der ehemalige Nationalspieler. Dass ein deutscher Klub den EHF-Pokal gewinnt, ist sehr wahrscheinlich.

In den vergangenen 15 Jahren siegte 14-mal ein Bundesligist. Der bis dato letzte ausländische Verein, der in die deutsche Phalanx einbrach, war Pick Szeged aus Ungarn 2014. Die deutschen Halbfinal-Gegner wollen aber mehr als nur Staffage sein. "Wir tun alles, um ins Finale zu kommen", sagt Holstebros Trainer Patrick Westerholm, der mit Magnus Bramming (89 Treffer) den besten Schützen des EHF-Pokals in seinen Reihen hat. Portos Fabio Magalhaes träumt vom Coup: "Wir wissen, dass es schwierig ist. Aber warum nicht?", sagt der Rückraumspieler. Portos Trainer Magnus Andersson weiß, wie sich so ein Triumph anfühlt: Wie Petkovic führte der Schwede Frisch Auf Göppingen zu zwei Siegen, 2016 und 2017.

Quelle: n-tv.de, Stefan Flomm, dpa

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