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80 Prozent von Firma erworben Djokovic investiert in Corona-Forscher

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Djokovic hält offenbar gut 40 Prozent der Firmenanteile, seine Frau Jelena knapp 40 Prozent.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Die Einreise-Posse um Novak Djokovic nach Australien sorgt jüngst für Aufregung - weit über die Welt des Tennis hinaus. Dass sich der 20-malige Grand-Slam-Sieger offenbar für einen anderen Weg aus der Pandemie heraus als den der Impfung interessiert, zeigt ein von ihm getätigter Firmenerwerb.

Der serbische Tennis-Star Novak Djokovic hat die dänische Biotech-Firma QuantBioRes erworben, welche eine medizinische Behandlung gegen Covid-19 entwickeln will - und zwar schon relativ zu Beginn der Pandemie im Juni 2020.

Djokovic habe rund 80 Prozent der Anteile gekauft, sagte Firmenchef Ivan Loncarevic der Nachrichtenagentur Reuters. An der Entwicklung medizinischer Behandlungsmöglichkeiten gegen Covid19 arbeiten dem CEO zufolge rund ein Dutzend Forscher in Dänemark, Australien und Slowenien. Wie viel Djokovic 2020 investierte, wollte Loncarevic nicht sagen. Der ungeimpfte Djokovic hatte jüngst für Schlagzeilen gesorgt, weil ihm die Einreise nach Australien verweigert wurde.

In einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP ist sogar davon die Rede, dass Djokovic Mitbegründer der 2020 gegründeten Firma sei. "Unser Ziel ist es, eine neue Technologie zur Bekämpfung von Viren und resistenten Bakterien zu entwickeln", sagte Loncarevic der AFP. Wenn dies mit dem Coronavirus gelinge, "werden wir es auch mit allen anderen Viren schaffen". Djokovics Sprecher wollte sich auf Anfrage nicht zu der Beteiligung an dem Unternehmen äußern. Unter Berufung auf ein dänisches Unternehmensregister berichtet Reuters, dass Djokovic 40.8 Prozent und seine Frau Jelena 39.2 Prozent der Anteile an QuantBioRes hält.

Probleme bei weiteren Grand-Slams vorprogrammiert

Der 20-malige Grand-Slam-Sieger Djokovic war erst am Sonntagabend nach der Niederlage vor einem australischen Bundesgericht im juristischen Streit um sein Visum aus Melbourne abgereist. Der 34-Jährige hatte von Tennis Australia und dem Bundesstaat Victoria eine medizinische Ausnahmegenehmigung für den Start beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres erhalten. Für eine Einreise nach Australien waren Djokovics Nachweise aber nicht ausreichend.

Djokovic drohen nach der Einreise-Posse in Australien offenbar auch bei den weiteren Grand-Slam-Turnieren des Jahres Probleme. Die Wimbledon-Organisatoren wollen dem Serben laut Medienberichten bislang keine Zusicherung für eine Teilnahme in diesem Sommer geben. Auch ein Start bei den French Open sowie den US Open ist ohne Impfung gegen das Coronavirus fraglich.

Quelle: ntv.de, mpe/rts/AFP

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