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Nach tödlichem Polizeieinsatz Donald Trump wütet wieder gegen NBA-Star

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Der ehemalige US-Präsident legte sich wieder mit LeBron James an.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

LeBron James ist es "so verdammt leid, von der Polizei getötete schwarze Menschen zu sehen". Der bekannteste Basketballer der Welt sorgt mit Tweets nach einem tödlichen Polizeieinsatz gegen eine schwarze Jugendliche für Aufsehen. Ex-Präsident Donald Trump schießt daraufhin scharf gegen den NBA-Star.

Basketball-Superstar LeBron James hat nach einem tödlichen Polizeieinsatz im US-Bundesstaat Ohio gegen die schwarze Jugendliche Ma'Khia Bryant den anhaltenden Rassismus in den USA kritisiert und sich damit den Unmut von Ex-Präsident Donald Trump zugezogen. James hatte am Mittwoch ein Foto eines weißen Polizisten, der am Tatort der 16-jährigen Bryant fotografiert worden war, geteilt und es mit "Du bist der Nächste" betitelt.

Außerdem fügte der in Ohio geboren und aufgewachsene James "#Rechenschaft" an, mit diesem Wort hatte er auch auf den Schuldspruch im Fall des getöteten Schwarzen George Floyd am Dienstag reagiert. Am Donnerstag löschte James das Foto wieder, weil seine Worte "dafür verwendet wurden, um mehr Hass zu schaffen". Der 36-Jährige sei es "so verdammt leid, von der Polizei getötete schwarze Menschen zu sehen". "Hier geht es nicht um einen Polizisten", schrieb er am Mittwoch auf Twitter. "Es geht um das gesamte System und sie verwenden immer unsere Worte, um mehr Rassismus zu schaffen. Ich sehne mich so verzweifelt nach mehr VERANTWORTUNG."

"Spaltend, böse, beleidigend und erniedrigend"

Der frühere US-Präsident Donald Trump fühlte sich von James' Worten offenbar zu einem Statement gezwungen. Der Basketballer der Los Angeles Lakers solle sich "auf Basketball konzentrieren, anstatt die Zerstörung der NBA anzuführen, die gerade die mit Abstand niedrigsten Fernseh-Ratings in der langen und angesehenen Geschichte der Liga" habe, teilte Trump mit. "Seine rassistischen Beschimpfungen sind spaltend, böse, beleidigend und erniedrigend", sagte der Ex-Präsident über James und bediente damit die Mär vom Rassismus gegen Weiße, die viele Rechtspopulisten und Rechtsradikale immer wieder anbringen. James und Trump hatten sich in der Vergangenheit schon mehrmals via Twitter angelegt.

Bei einem Vorfall in Columbus in James' Heimat-Bundesstaat Ohio war am Mittwoch die 16-jährige Ma'Khia Bryant von der Polizei erschossen worden - etwa 30 Minuten bevor das Urteil in der Ermordung von George Floyd verkündet wurde. In der Stadt kam es nach dem Tod der Jugendlichen zu Demonstrationen. Die Polizei veröffentlichte ein Video von dem Vorfall. Demnach hatte das Mädchen anscheinend eine andere Jugendliche mit einem Messer bedroht, die Beamten schienen die Situation nicht zu deeskalieren und schossen direkt auf Bryant.

LeBron James' Los Angeles Lakers verloren derweil trotz des glänzend aufgelegten deutschen Nationalspielers Dennis Schröder ein wichtiges NBA-Duell um die Play-off-Plätze bei den Dallas Mavericks. Der Titelverteidiger aus Kalifornien unterlag den ohne Maximilian Kleber angetretenen Texanern 110:115 und hat als Tabellenfünfter im Westen nur noch drei Siege mehr als der Siebte Dallas vorzuweisen. Schröder überzeugte mit einem Double-Double aus 25 Punkten und 13 Assists bei der Rückkehr von Starspieler Anthony Davis, der 30 Partien wegen einer Achillessehnenverletzung verpasst hatte. Für Dallas machte Starspieler Luka Doncic mit 30 Zählern den Unterschied.

Quelle: ntv.de, dbe

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