Sport

Matchwinner-Mega-Block im Video Ein krachendes "Bäääm" von Bam Adebayo

d8722978e0fb97981251f61620c04a03.jpg

Bäääm, ähmm... Bam!

(Foto: AP)

Die Boston Celtics kassieren im ersten Conference-Finale gegen die Miami Heat eine knappe Niederlage. Der eigentlich sichere Ausgleich durch Superstar Jayson Tatum kurz vor Ende der Verlängerung wird von Bam Adebayo auf spektakulärste Weise verhindert.

Es wäre ein Statement gewesen. Fünf Sekunden vor Ende der Verlängerung den Ball wuchtig in den Ring stopfen, den Ausgleich erzielen, ja, das wäre was gewesen. So hatte es sich Jayson Tatum vorgestellt. Und so nimmt sich der Superstar im ersten Spiel des Conference-Finals seiner Boston Celtics gegen die Miami Heat die allerletzte Szene. Ein schneller Handwechsel, ein schneller Antritt, ein stabiles Dribbling, vorbei an Jimmy Butler - und dann abheben. Ins Glück. Zum Ausgleich. Doch der Weg zum krachenden Dunking ist spontan versperrt. Denn Bam Adebayo erkennt die Not seines Teamkollegen. Der 2,06 Meter große Flügel-Center zieht nach innen, springt hoch und blockt die Hoffnung der Celtics mit aller Kraft seiner linken Hand wuchtig weg. Und so unterlag der Rekordmeister mit 114:117 (einen Freiwurf gab's noch).

"Wenn es blöd läuft", sagte Miamis Coach Erik Spoelstra zu dieser spielentscheidenden Szene "ist das ein Poster-Dunk. Es gibt nicht viele Spieler, die in dieser Situation den Mumm haben und versuchen den Dunk zu verhindern. Bam hat uns gerettet." Seit drei Jahren spielt der 23-Jährige nun in der besten Basketball-Liga der Welt, beim NBA-Draft 2017 wurde er an 14. Stelle von den Heat ausgewählt. Zunächst überzeugte er mit seinen defensiven Qualitäten. Adebayo gehört zu den besten Verteidigern der Liga. Doch in dieser Saison tritt er auch zunehmend offensiv in Erscheinung. Hinter Superstar Butler und Spielmacher Goran Dragic hat er sich zu einer wichtigen Option, zum drittbester Scorer entwickelt.

Die "perfekte Evolution"

In dieser Saison, seiner bislang mit Abstand besten, ist er zum zweitjüngsten Spieler aufgestiegen, dem in einer Saison durchschnittlich mehr als 15 Punkte, zehn Rebounds und fünf Assists gelungen waren. Das Portal 247sports.com widmete Adebayo gerade erst eine große Geschichte und adelte ihn als "perfekte Evoultion des heutigen Big Man (Anmerk. d. Red.: Flügel oder Center)." Noch immer Führender in dieser Statistik ist Oscar Robertson, der neben Spielern wie "Magic" Johnson, John Stockton oder Isiah Thomas zu den Besten auf der Point-Guard-Position gehörte. Sein Rekord stammt aus der Saison 1961/62, seiner zweiten damals in der NBA. Insgesamt spielte der heute 81-Jährige 14 Jahre in der Liga, zunächst zehn für die Cincinnati Royals (heute die Sacramento Kings) und ab 1970 noch vier für die Milwaukee Bucks.

Übrigens: Trotz des wuchtig abgeräumten Dunking-Versuchs war Jayson Tatum Topscorer der Partie. 30 Zähler gelangen ihm, zudem holte er noch 14 Rebounds. Einen abermals schwachen Abend erwischte derweil der gewohnt hart arbeitende Daniel Theis. Wie schon zuletzt im Conference-Halbfinale, im entscheidenden siebten Spiel gegen den entthronten Meister Toronto Raptors, musste der in dieser Saison eigentlich so formstarke deutsche Nationalspieler auch nun wieder nach seinem sechsten Foul vorzeitig vom Feld. In seinen zuvor knapp 36 gespielten Minuten gelangen ihm auch lediglich vier Punkte und vier Rebounds. Bester Werfer der Heat war Spielmacher Dragic mit 29 Zählern. Bam Adebayo lieferte ebenfalls stark ab, erzielte 18 Punkte und legte nebenbei neun Assists auf. Sechs Rebounds schnappte er sich auch noch.

"Bam" Adebayo, der eigentlich Edrice Femi mit Vornamen heißt, hat seinen Spitznamen übrigens von seiner Mutter in Anlehnung an das urgewaltige Trickfilm-Kleinkind (oder war's ein Baby?) Bamm-Bamm Geröllheimer (aus der legendäre Serie "Familie Feuerstein", die Älteren erinnern sich, Jabadabadu!) bekommen. Spätestens seit der vergangenen Nacht hat man eine Ahnung, warum.

Quelle: ntv.de