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Trainerhammer bei Basketballern FC Bayern schmeißt Sasa Djordjevic raus

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Trotz sportlicher Erfolge ist Sasa Djordjevic nicht mehr Trainer der Bayern-Basketballer.

(Foto: dpa)

Der FC Bayern München überrascht die Basketball-Szene: Der souveräne Tabellenführer der BBL entlässt sechs Tage nach dem Eurocup-Aus völlig überraschend Coach Sasa Djordjevic. Die Gründe für die Trennung werden in einem nebulösen Satz verpackt.

Völlig überraschend haben sich die Basketballer des FC Bayern München von Coach Sasa Djordjevic getrennt. Wie der Bundesliga-Spitzenreiter mitteilte, wurde der Serbe von seinen Aufgaben als Cheftrainer freigestellt. Die Vorbereitung auf das Bundesligaspiel am Samstag in Oldenburg übernimmt Assistent Emir Mutapcic. Über eine mögliche Neubesetzung der Position des Chefcoaches werde voraussichtlich in den kommenden Tagen Klarheit herrschen.

"Nach den Eindrücken und Entwicklungen, die wir über einen längeren Zeitraum hinweg registriert haben, sind wir jetzt zum Entschluss gekommen, unserem hoch veranlagten Team einen neuen Impuls und Führungsansatz geben zu müssen", sagte Geschäftsführer Marko Pesic. "Nicht zuletzt wegen unserer Position als Tabellenerster der BBL mag das für Außenstehende überraschend kommen, das ist verständlich. Doch jeder kann davon ausgehen, dass diese nicht einfache Entscheidung nach intensiven Überlegungen aller Beteiligten und Gremien allein im Sinne des Teams und der Ziele unseres ambitionierten Projekts fiel."

Sportlich lief's eigentlich rund

Der FC Bayern hatte Djordjevic im Sommer 2016 als Nachfolger von Svetislav Pesic, dem Vater des derzeitigen Geschäftsführers, verpflichtet. Der heute 50-jährige Serbe war damals von Panathinaikos Athen an die Isar gewechselt. Sein größter Erfolg mit den Münchnern, die die nationale Dominanz von Brose Bamberg endlich brechen wollen, war der Gewinn des Pokals in diesem Jahr. Es war der erste Pokal-Erfolg der Bayern nach 50 Jahren.

In der Meisterschaft waren die Schützlinge von Djordjevic in der vergangenen Saison - wie schon so oft zuvor - mit 0:3 im Playoff-Halbfinale an den Bambergern gescheitert. Als "einen Punkt des Neustarts" hatte Djordjevic das verfrühte Saison-Aus damals bezeichnet. In der Sommerpause rüsteten die Münchner daraufhin ihren Kader weiter auf. Auf nationaler Ebene verlief diese Saison glänzend. Selbst international setzten die Münchner Ausrufezeichnen, schieden allerdings vor einer Woche im Halbfinale des Eurocups gegen den türkischen Spitzenklub Darussafaka Istanbul unglücklich aus. Zwei Tage später setzte es im Bundesliga-Spitzenduell gegen Alba Berlin eine unerwartet deutliche 72:91-Heimniederlage. Sie dürfte zur Trennung von Djordjevic beigetragen haben.

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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