Fußball-WM 2019

Coole Elfer gegen Australien Norwegen knipst sich ins WM-Viertelfinale

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(Foto: REUTERS)

Beste Fußball-Unterhaltung liefern Norwegerinnen und Australierinnen in ihrem WM-Achtelfinal-Spektakel. Das bietet ein Beinahe-Blitztor, einen per VAR gekippten Straßstoß, eine direkt verwandelte Ecke, eine Rote Karte - und einen Elferkrimi mit Coolness und Drama.

Norwegen hat bei der WM der Fußballerinnen in Frankreich erstmals seit 2007 das Viertelfinale erreicht. Der Weltmeister von 1995 bezwang die Australierinnen in Nizza mit 4:1 im Elfmeterschießen und trifft am Donnerstag in Le Havre auf England oder Kamerun. Die Engländerinnen sind am Sonntag (ab 17.30 Uhr im n-tv.de Liveticker) im Achtelfinale in Valenciennes klar favorisiert.

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Glücklos im Spiel und im Elfmeterschießen: Australiens Torjägerin Sam Kerr.

(Foto: REUTERS)

Isabell Herlovsen (31.), in Mönchengladbach geborene Tochter des früheren Bundesliga-Profis Kai Herlovsen, schoss die Norwegerinnen in Führung. Australien dominierte die zweite Halbzeit, brachte seine Topstürmerin Sam Kerr, die später im Elfmeterschießen verschoss, aber zu selten in Position. Pech hatte Kerr in der Anfangsphase des Spiels, als sie nach 28 Sekunden die australische Blitzführung nur knapp verpasste. Nach schönem Solo setzte sie den Ball am linken Pfosten des norwegischen Tors vorbei.

Für den australischen Ausgleich sorgte schließlich Elise Kellond-Knight auf spektakuläre Weise: Sie verwandelte in der 83. Minute einen Eckball direkt und rettete ihre Mannschaft in eine turbulente Verlängerung. Dort sah die Australierin Alanna Kennedy (104. Minute/Notbremse) die Rote Karte, so dass die Mannschaft von Ante Milicic in Unterzahl durchhalten musste.

Im Elfmeterkrimi hatten die Norwegerinnen dann die besseren Nerven, alle vier ersten Schützinnen verwandelten ihre Versuche sicher. Für Australien vergaben hingegen Torjägerin Kerr, die deutlich übers Tor schoss, sowie Emily Gielnik. Deren Versuch konnte Norwegens Keeperin Hjelmseth aus der linken Ecke fischen.

Geleitet wurde die Partie von der deutsche Schiedsrichterin Riem Hussein, die ihren dritten WM-Einsatz absolvierte. Kurz vor der Pause entschied sie zunächst auf Handelfmeter für Australien - ehe sie die Entscheidung nach einem minutenlangen Videobeweis und Studium der TV-Bilder an der Seitenlinie wieder zurücknahm.

Quelle: n-tv.de, cwo/sid/dpa

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