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"Sehr, sehr ernster Zustand" Froome verpasst nach Horror-Sturz die Tour

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Chris Froome lag in der Dauphiné-Gesamtwertung auf Rang acht, nun wird der Brite nach Aussagen seines Teamarztes für lange Zeit keine Rennen mehr bestreiten können.

(Foto: imago images / Sirotti)

Der englische Rad-Star Chris Froome stürzt bei einem Vorbereitungsrennen zwischen zwei Etappen so schwer, dass er die Tour de France verpasst. Sein Teamarzt spricht von einem "sehr, sehr ernsten Zustand". Damit fehlt beim wichtigsten Etappenrennen des Jahres neben Primoz Roglic ein weiterer Star.

Der viermalige Tour-de-France-Sieger Chris Froome fällt nach einem schweren Sturz für die am 6. Juli beginnende Frankreich-Rundfahrt aus. Laut Angaben seines Teams Ineos am Mittwoch stürzte der 34 Jahre alte Rad-Star aus Großbritannien bei der Streckenbesichtigung des 26,1 Kilometer langen Zeitfahrens des Critérium du Dauphiné in Roanne schwer.

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"Es ist ein sehr schwerer Unfall. Er wird eindeutig nicht bei der Tour de France am Start sein. Es wird ziemlich lange dauern, bis er wieder Rennen fährt", sagte Ineos-Teamchef Dave Brailsford französischen Medien. Froome sei bei einer Abfahrt von einer Windböe erwischt worden und dann mit hoher Geschwindigkeit gestürzt und gegen eine Wand geprallt. Mit einem Hubschrauber soll er nach Lyon oder Saint-Etienne in eine Klinik gebracht werden. "Sie waren sehr schnell unterwegs, es war sehr windig. Er hat sich die Nase geputzt, da hat der Wind sein Vorderrad ergriffen, und er wurde in die Mauer gedrückt", berichtete Brailsford. Laut Zeugenaussagen erlitt Froome einen offenen Bruch und weitere Verletzungen, auch ein Ellenbogen soll betroffen sein.

"Er ist in einem sehr, sehr ernsten Zustand und kann kaum sprechen." Tour-Direktor Christian Prudhomme sagte der französischen Nachrichtenagentur AFP: "Wir hoffen, dass es ihm schnell besser geht." Die Tour sei ohne Froome nicht dieselbe, "Chris war eine zentrale Figur der Tour seit 2013".

Auch Roglic kämpft nicht um den Tour-Sieg

Froome wollte die achttägige Rundfahrt als Generalprobe für die diesjährige Tour absolvieren, die mit einer Flachetappe rund um Brüssel startet. 2013, 2015 und 2016 hatte er das Rennen jeweils für sich entschieden - in allen drei Jahren folgten danach Gesamtsiege bei der Tour de France. Nur im Vorjahr musste er sich bei Dauphiné und Tour seinem Teamkollegen Geraint Thomas geschlagen geben.

Primoz Roglic vom Team Jumbo-Visma hatte bereits am vergangenen Montag abgewunken. Der Slowene, der im Vorjahr auf Platz vier der Frankreich-Rundfahrt gefahren war und die Königsetappe über Tourmalet und Aubisque gewonnen hatte, verzichtet nach Mitteilung der niederländischen Mannschaft trotz starken Leistungen im Frühjahr auf die Tour. Der frühere Skispringer hatte beim diesjährigen Giro d'Italia den dritten Platz belegt und die Rundfahrt Tirreno - Adriatico sowie die Tour de Romandie gewonnen.

Quelle: n-tv.de, ter/dpa

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